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SOLWODI Ruanda

Von Juni 2018 bis Juni 2019 führte SOLWODI in Kooperation mit einer ruandischen Gemeinde das Projekt „Jugendarbeitslosigkeit von benachteiligten jungen Frauen und Mädchen senken“ durch. Gefördert wurde es von Elan (Entwicklungspolitisches Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz), mit einem Eigenanteil von SOLWODI Deutschland. 

 

Das Projekt hatte zum Ziel, Arbeitslosen durch einkommensschaffende Maßnahmen (Hasen- und Hühnerzucht) eine Alternative aufzuzeigen. Das Projekt ermöglichte es der Gemeinde ein Grundstück zu pachten. Der Gemeinde war es wichtig, die jungen Menschen aktiv ins Projekt zu involvieren und ihnen verantwortungsvolle Aufgaben wie Pflege, Aufzucht und Kontrolle der Tiere zu übertragen. Auch der Bau der Ställe wurde von den jungen Frauen und Männern unter Anleitung durchgeführt.

Das Projekt startete mit 34 Gruppenmitgliedern (24 junge Frauen und zehn junge Männer). Sechs Gruppenmitglieder nahmen trotz kleiner Sanktionen ihre Aufgaben im Projekt nicht wahr, wie bspw. die Pflege der Hasen oder das Ausmisten der Ställe. Sie wurden gebeten, zu gehen. Da die Gruppe die Einnahmen fair aufteilen möchte, setzt sie voraus, dass alle Mitglieder gleichermaßen mitarbeiten oder sich Mühe geben und eine Veränderung in ihrem Verhalten zeigen. Im November 2018 traten diese sechs Mitglieder aus.

In der Projektlaufzeit konnten sieben Gruppenmitglieder einen Job finden. Das war möglich, weil die jungen Frauen und Männer durch das Projekt Kompetenzen erworben hatten (Disziplin, Ehrgeiz, Teamwork, usw.), die von den Arbeitgebern vor Ort wahrgenommen wurden. Dadurch konnten sie in den Arbeitsmarkt integriert werden. Aufgrund ihrer neuen beruflichen Tätigkeiten waren sie aber nicht mehr in der Lage, sich um die Tiere zu kümmern und traten ebenfalls aus dem Projekt aus. Am Ende der Projektlaufzeit waren noch 21 Frauen und sechs Männer aktiv.

Die Gruppe hatte bereits 112 Hasen gezüchtet, als durch ungewöhnlich starke Regenfälle,  Wind und hohe Luftfeuchtigkeit Jungtiere starben. Dennoch gab die Gruppe nicht auf. Die Gruppenmitglieder gingen von Beginn an immer lösungsorientiert vor. Um die Regenzeit zu überbrücken, die meist bis Mai dauert, entschieden sie einstimmig, einen Teil der Tiere mit nach Hause zu nehmen, wo diese besser geschützt waren. 26 Mitglieder nahmen jeweils ein trächtiges Tier mit, um es zu pflegen und den Nachwuchs im Juni zurück zu den Ställen zu bringen. 28 Hasen blieben auf dem Projektgelände und wurden dort weiter versorgt. Diese Ideen zeigten positive Wirkung.

Ähnliche Schwierigkeiten gab es auch bei der Hühnerhaltung und -aufzucht. Im Dezember 2018 wurden 50 Küken (75 Tage alt) über die Projektmittel angeschafft. Eigentlich sollten nur Hennen gekauft werden, wie sich aber nach vier Monaten herausstellte, waren unter den vermeidlichen Hennen auch 28 Hähne. In der Projektregion trat im Frühjahr eine Hühnerepidemie auf. Die Gruppe beschloss, alle Hähne zu verkaufen und das Geld auf das Projektkonto einzuzahlen, um nach dem Ende der Epidemie wieder neue Tiere anschaffen zu können. Die verbliebenen 22 Hennen zeigten in kurzer Zeit erste Symptome der Krankheit und nur vier Tiere überlebten.

Die Mitglieder schafften neue Hennen einer lokalen Rasse an, bei denen eine größere Widerstandsfähigkeit erwartet wurde. Damit die Epidemie nicht auf die neuangeschafften Hühner übertragen wird, entschieden die Gruppenmitglieder, die Tiere zu trennen und in kleineren Einheiten zu halten. Also wurden die Tiere wieder auf die Gruppenmitglieder verteilt. Es wurde vereinbart, die Eier zu verkaufen und mit den Einnahmen neue Tiere zu kaufen. Außerdem sollten die Mitglieder auch eine Nachzucht zuhause testen. Die Idee funktionierte. Sechs Hühner konnten nachgezogen werden, die wieder auf dem Gruppengrundstück angesiedelt wurden, von den Hennen überlebten 21.

Neben diesen einkommensschaffenden Maßnahmen, führte die engagierte Ordensschwester Leocadié wöchentlich Gruppensitzungen durch, bei denen über Probleme und positive Entwicklungen gesprochen wurde. Die Ordensschwester motivierte die Jugendlichen und gab ihnen Anregungen, wie sie Kompetenzen und Einnahmen sinnvoll einsetzen.

Die Gruppe teilte sich in Spargemeinschaften auf. Die jungen Frauen eröffneten eine kleine Nähstube und versuchten dadurch weiteres Einkommen zu generieren. Auch investierten viele Gruppenmitglieder in Bereiche der Agrarwirtschaft. Alle im Projekt Beteiligten gaben an, dass ihnen das Projekt zu einem besseren Leben verholfen hat.

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