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COGICHIS - Concerns for the Girl Child in Society

Bis Mitte 2018 werden an der St. Mary Osajai Schule vier Wassertanks, zwei Toiletten, ein Mädchenurinal und ein Waschraum errichtet. Dadurch bekommen 131 Mädchen, 207 Jungen und neun Lehrer*innen sowie die Dorfbevölkerung einen Zugang zu sauberem Trinkwasser. 
Einen besonderen Stellenwert haben die Hygieneschulungen, an denen auch in diesem Projekt sowohl die Lehrkräfte als auch die Schüler*innen teilnahmen. Ihnen wurde der Zusammenhang zwischen verschmutztem Trinkwasser, mangelnder Hygiene und der eigenen Gesundheit näher gebracht. Ziel war es, die Schüler*innen zu sensibilisieren und die Lehrer*innen zu befähigen, den Kindern die Auswirkungen des Konsums von verschmutztem Trinkwasser auf die Gesundheit zu erklären. Außerdem wurden Hygienepraktiken trainiert, die helfen, die Verbreitung von Erregern und insbesondere Durchfall-Erkrankungen zu reduzieren. 
Neben den Hygieneschulungen, wurden die Frauen und Mädchen in der Projektregion auch über sexuelle Ausbeutung und Menschenhandel aufgeklärt und sensibilisiert. Sexueller Missbrauch, Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung und Zwangsprostitution ist in der Projektregion hoch, v.a. bei minderjährigen Mädchen. Dadurch werden viele, oft noch minderjährige Mädchen schwanger und beenden damit ihren Schulbesuch. Die Lehrer*innen sehen die dringende Notwendigkeit ein Life Skills Programm für die Kinder einzurichten sowie den Bedarf nach Sexualkunde. Die Mitarbeiterinnen von COGICHIS, unter der Leitung von Elizabeth Akinyi, werden diese Aufgabe angehen.

Im ersten Halbjahr 2017 war Kenia von einer schweren Dürre betroffen, die wesentlich schlimmer als die Vorjahresdürre war. Viele Flüsse, Brunnen und auch die Bohrlöcher waren vollkommen ausgetrocknet. Frauen und Mädchen waren vor allem von der Dürre betroffen, da sie in Kenia traditionell für das Wasserholen verantwortlich sind. Oft mussten sie in der Hitze noch längere Wege zurücklegen als üblich, 10 km für eine Wegstrecke waren dafür keine Seltenheit, um dann vertrocknete Wasserstellen vorzufinden. Die Bevölkerung sah sich deshalb gezwungen, Wasser für teures Geld zu kaufen (30 Kenyan Shilling [ca. 0,25€] pro 20 Liter Kanister). 
Um solchen Notständen vorzubeugen und den Schulausfall von Mädchen, die Wasser holen müssen, zu verhindern, wurde 2010 das SOLWODI Wasserprojekt COGICHIS ins Leben gerufen. Durch den Zugang zu für Mädchen und Jungen getrennten Sanitäranlagen und entsprechenden Trinkwasservorrichtungen an Schulen, trägt COGICHIS maßgeblich dazu bei, dass die Bildungsbedingungen und Lebensqualität von Mädchen in Western Kenia verbessert werden. Insgesamt konnte COGICHIS in den vergangenen sieben Jahren 26 Wassertanks installieren, fünf Brunnen, 18 Mädchentoiletten, fünf Urinale für Mädchen und zehn Waschräume an dreizehn Schulen bauen. Damit wurde 5.000 Mädchen der Schulbesuch, und 13.500 Dorfbewohner*innen der Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht.

 2017 arbeitete COGICHIS mit zwei Schulen zusammen. Das waren die Grundschule in Matumbai und die Grundschule St. Mary Osajai. Beide Schulen liegen in Teso Nord. Teso Nord ist eine der Regionen in Kenia, die im Ländervergleich mit den schlechtesten Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitäranlagen hat. Hier ist der Unterstützungsbedarf durch COGICHIS besonders notwendig. Die politische Situation beeinflusste auch die Arbeit an den Wasserprojekten. Die extremen Unruhen, die im Zuge der Präsidentschaftswahlen aufgekommen sind, haben die Projektbesuche an den beiden Grundschulen verhindert. Trotzdem konnte mit den Vorhaben an der St. Mary Osajai Grundschule begonnen werden. 
 
An der Matumbai Grundschule wurde mit dem Projekt bereits 2016 begonnen und im August 2017 erfolgreich abgeschlossen. Es umfasste die Installation von vier Regenwassertanks à 10.000 Liter sowie von zwei Toiletten, einem Urinal für Mädchen und einem eigenen Waschraum für sie. Dank der Unterstützung durch die Stiftung Gutes Wasser haben nun wieder ca. 1.500 Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Mit der Stiftung Gutes Wasser konnte SOLWODI dankenswerter Weise seit 2012 an insgesamt sieben Schulen Wasser- und Sanitärprojekte durchführen.

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Weltkongress 2019
 

Vom 2. bis 5. April 2019 richtet SOLWODI Deutschland einen internationalen Kongress gegen die sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen an der Universität Mainz aus, in Kooperation mit CAP International (Coalition against Prostitution) und „Armut und Gesundheit e.V.“, Mainz.

 

Ausschreibung zum 3. Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen

 

Erfolgreiche Auftaktveranstaltung in Boppard

 

 

 

 
 
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