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SOLASA - SOLWODI Ladies Sports Association 

Auch 2017 konnte SOLASA das Fußballprogramm weiter ausbauen und 746 Mädchen und Frauen erreichen. Besonders in dem von Unruhe geprägten Wahljahr 2017 gab Fußballspielen den Mädchen und jungen Frauen Halt und Struktur. Das Highlight war ein groß angelegtes Fußballturnier der Standorte Eldoret, Kisumu, Butere und Malindi, in Eldoret. Finanziert wurde das Turnier durch einen engagierten Spendenlauf des Bonner Sankt-Adelheid-Gymnasiums. Mit dem Geld konnte nicht nur das große Turnier in Eldoret über drei Tage ausgerichtet werden, sondern auch die Vorauswahlturniere an den jeweiligen Standorten. Vom 03.03. bis 05.03.2017 kamen 92 Fußballerinnen, der Altersklassen U18 und Ü18 zusammen, um gegeneinander anzutreten. Sechs Mitarbeiterinnen von SOLASA arbeiteten gemeinsam an der Durchführung. Neben dem Fußballspielen nutzten die teilnehmenden Organisationen die Zeit, um Life Skills Trainings durchzuführen und einen Kulturaustausch unter den Spielerinnen anzuregen. Die WHO definiert Life Skills als: „Fähigkeiten […], die einen angemessenen Umgang sowohl mit anderen Menschen als auch mit Problemen und Stresssituationen im alltäglichen Leben ermöglichen“ (WHO 1994) . Auf spielerische Weise, durch Vorträge und Trainings im Bereich der Jugendbildung, lernten die Teilnehmerinnen neue Methoden kennen und konnten insgesamt ihr Blickfeld erweitern. Die Vorträge der örtlichen Pastoren, Regierungsvertreter*innen sowie den Mitarbeiterinnen aus Eldoret, Malindi, Kisumu und Butere waren besonders bereichernd. Austragungsort des Turniers war der Fußballplatz der Wareng High School. Diese Schule liegt in der Nähe des SOLWOGIDI Berufsbildungszentrums, wo alle Teams gemeinsam untergebracht waren. SOLASA nutzte den Weg zum Fußballplatz, um Aufklärungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen in der Gemeinde durchzuführen. Dadurch kamen die Teilnehmerinnen der verschiedenen Standorte mit der lokalen Bevölkerung ins Gespräch.

Das war für die Spielerinnen eine gute Möglichkeit, ihre Kompetenzen zu testen und um zu prüfen, in welchen Bereichen sie vielleicht noch Nachholbedarf haben. Das war vor allem Schüchternheit und die Angst, mit den Fremden ins Gespräch zu kommen. 
Am Ende des Turniers erhielt jeder Standort ein Preisgeld von 1.000€. Mit diesem Preisgeld sollten die Fußballspielerinnen, die sonst keine anderen Fördermittel erhalten, gestärkt werden. Jeder Standort konnte selbst entscheiden, wie sie das Preisgeld verwenden. In Malindi setzte sich z.B. die Leiterin Elizabeth Nafula mit den Fußballerinnen zusammen, um gemeinsam zu entscheiden, wie das Geld eingesetzt werden sollte. Während eines Brainstormings wogen alle Teilnehmerinnen ab, welches die nachhaltigste Möglichkeit ist, das Geld einzusetzen, für sich und andere Gemeindemitglieder. Nach langen Diskussionen entschieden sie sich für ein grünes Projekt. Dieses wird nun auf dem Gelände an der fast fertiggestellten ECD Schule in Malindi durchgeführt. Die Spielerinnen kauften Saatgut und Setzlinge, um dann an Agrarschulungen vor Ort teilzunehmen. Dabei profitierten die Fußballerinnen auch von den Schulungen, an denen Elizabeth Nafula bei Heike Boomgaarden 2016 in Deutschland teilnehmen konnte. 

 

Ort   Anzahl der Teams
Eldoret  30
Kisumu  1
Butere 3
Busia 2
Malindi  19
Mombasa 5
Gesamt  60

         
Aber nicht nur das große Fußballturnier war ein Erfolg. 2017 konnten wieder zwei junge Kenianerinnen ausgewählt werden, um an der internationalen Trainer*innenschulung in Koblenz teilzunehmen. Möglich wurde dies vor allem durch die finanzielle Unterstützung von Lotto Sport Rheinland-Pfalz. Auch diese beiden Teilnehmerinnen erhielten zusätzlich Schulungen im Bereich der Permakultur von Heike Boomgaarden und können nun in Kenia nicht nur Fußballerinnen besser trainieren, sondern auch in den bestehenden Agrarprojekten ihr Wissen einfließen lassen und in ihren Gemeinden selbst aktiv werden. Um den Frauenfußball in Kenia weiter voran zu treiben und wichtige Stakeholder und andere Akteure in diesem Feld auf die Notwendigkeit und Nachhaltigkeit von Sport und Bildung hinzuweisen, führte Elizabeth Nyambura, Leiterin von SOLASA, viele Gespräche. Zwei Mal konnten sie sich mit dem kenianischen Fußballverband treffen, bei dem die Neugestaltung der Women´s League diskutiert wurde und Rita Musoka - Cheftrainerin der Fußballerinnenteams in Eldoret, konnte an einem eintägigen Training in Nairobi teilnehmen bei dem alle Trainer*innen der gesamten kenianischen Fußballföderation eingeladen waren.

Ein weiteres Highlight des Jahres 2017 war das Treffen mit Lothar Matthäus, der von der deutschen Botschaft und Star Times TV nach Kenia geholt wurde, um dort junge Nachwuchstalente und Trainer*innen auszubilden und den deutschen Fußball in Kenia noch bekannter zu machen. SOLASA wurde dazu eingeladen, da die deutsche Botschaft in Nairobi auf die jährliche Entsendung von Fußballerinnen im Rahmen der internationalen Trainerinnen Ausbildung in Koblenz aufmerksam wurde. Elizabeth Nyambura und Rita Musoka nahmen an dem großangelegten Meeting teil und konnten sogar mit Lothar Matthäus persönlich in Kontakt kommen. Die deutsche Botschaft in Nairobi ermöglichte es SOLASA, dass sie einen kleinen Projektantrag über 2.000 € stellen konnten, um eine Kurzdokumentation über ihre Arbeit zu drehen. Dies ist ein weiterer Schritt, um die Arbeit von SOLASA bekannt zu machen und darüber noch mehr Mädchen und Frauen zu erreichen, die durch Fußball wieder Halt in ihrem Leben finden können und in Zukunft möglicherweise in die Frauenfußballnationalmannschaften aufsteigen.

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Weltkongress 2019
 

Vom 2. bis 5. April 2019 richtet SOLWODI Deutschland einen internationalen Kongress gegen die sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen an der Universität Mainz aus, in Kooperation mit CAP International (Coalition against Prostitution) und „Armut und Gesundheit e.V.“, Mainz.

 

Ausschreibung zum 3. Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen

 

Erfolgreiche Auftaktveranstaltung in Boppard