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SOLWODI Nordrhein-Westfalen - Beratungsstelle Duisburg

 

SOLWODI NRW e.V. in Duisburg ist eine Fachberatungsstelle für Migrantinnen mit verschiedenen Problemsituationen.

Die Hauptproblemsituationen umfassen die Betroffenheit von Menschenhandel sowie Zwangsprostitution, von sexueller Gewalt auf der Flucht, die Betroffenheit von Gewalt und Misshandlungen in Beziehung und Ehe, Heiratsmigration, Zwangsheirat und drohender Zwangsverheiratung, Illegalität und der Bedarf nach einer sicheren Unterbringung.

 

Wir bieten je nach Bedarf Beratung, Begleitung und Betreuung an.


Schwerpunkte:

  • Beratung, Begleitung, Betreuung von Opfern von Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung, Opfer von Zwangsprostitution, Opfer von (sexueller) Gewalt auf der Flucht, (drohender) Zwangsverheiratung, Zwangsehe, Gewalt in Partnerschaft oder Ehe, Heiratsmigration oder bei Illegalität.
  • Beratung, Begleitung, Betreuung von Minderjährigen mit den o.g. Problematiken

 

Umfang:

  • einmalige Beratung, Betreuung, Begleitung  sowie Vermittlung an weitere Behörden, Institutionen und Stellen bis zu mehrjährigen Betreuungen und Begleitungen, abhängig von der Situation der jeweiligen Klientin
  • Telefonische sowie persönliche Beratung

 

Kontaktdaten:
Tel. 0203-663150

Fax 0203-663151
Postfach 101150

47011 Duisburg
E-Mail:
 

SOLWODI Duisburg Jahresbericht 2021

 

 

 

Internationaler Frauentag 2022

Internationaler Frauentag 2022

 

Den Weltfrauentag 2022 nehmen die kriminalpolizeiliche Beratungsstelle in Verbindung mit der Bundespolizei, SOLWODI Duisburg und der Frauenberatungsstelle Duisburg zum Anlass mit einer Öffentlichkeitsaktion im Duisburger Hauptbahnhof auf das Thema ‚Häusliche Gewalt‘ aufmerksam zu machen.

 

Mit vier aufgestellten Häusern aus Pappe werden Wohnräume von Frauen dargestellt. Das vierte Haus ist mit Polizeiabsperrband deutlich gekennzeichnet. „Das vierte Haus symbolisiert die häusliche Gewalt, die in Deutschland jede vierte Frau in ihrem Leben erfährt“, erläutert Melanie Lüdtke von der Frauenberatungsstelle die Aktion. „Es ist uns wichtig den Passant*innen zu vermitteln, dass häusliche Gewalt in jeder Gesellschaftsschicht stattfindet und sie jeder Frau widerfahren kann“, ergänzt Eva Skoczynski von SOLWODI Duisburg. Um diese Situation zu verdeutlichen, haben sich die Initiatorinnen für vier identische Häuser entschieden. Mit dieser Idee wollen sie verdeutlichen, dass Frauen, die Gewalt in den eigenen vier Wänden erfahren, nicht alleine sind und sie den Mut finden sollen sich Unterstützung und Hilfe zu holen. „Bei vielen Frauen, die häusliche Gewalt über Jahre erleben, ist die Scham über ihre Situation so groß, dass sie schweigen“, berichtet Anika Walther von der Frauenberatungsstelle Duisburg. Mit ihrer Aktion wollen die Einrichtungen deutlich zeigen, dass häusliche Gewalt nicht ein Privatschicksal ist, sondern ein Thema, das in die Öffentlichkeit gehört. Auch in Duisburg zeigen die Zahlen, dass häusliche Gewalt unvermindert stattfindet. „In den letzten Jahren sind die Fallzahlen fast konstant“, berichtet Susanne Thelen, Kriminalhauptkommissarin von Duisburg, „so gab es durchschnittlich 1000 Einsätze wegen häuslicher Gewalt pro Jahr, aber wir vermuten eine deutlich höhere Dunkelziffer.“

 

Eine repräsentative Studie der Europäischen Grundrechteagentur ergab, dass 22% aller Frauen zwischen 18 und 74 Jahren körperliche und/oder sexuelle Gewalt in der Partnerschaft erfahren. Alarmierend war das Ergebnis, dass 60% der weiblichen Opfer nicht zur Polizei gehen und auch keine Einrichtung der Hilfe aufsuchen.

 

Diese Zahlen präsentieren natürlich nur die Spitze des Eisbergs. Sowohl bei Polizeieinsätzen als auch in Beratungsgesprächen wird immer wieder deutlich, dass es bereits vorher zur häuslichen Gewalt kam. Für die Akteurinnen ist es darüber hinaus wichtig, über das aufgestellte Gewaltbarometer mit Passant*innen ins Gespräch zu kommen. Für die Frauenberatungsstelle Duisburg ist diese Auseinandersetzung ein wesentlicher Bestandteil ihrer Präventionsarbeit. „Partnerschaftsgewalt existiert nicht nur in Form von körperlichen Übergriffen, sondern auch in Form von massiven verbalen Bedrohungen und Demütigungen oder in Form von finanzieller Gewalt“, erläutert Frau Lüdtke. Michael Kuchta von der Bundespolizei ergänzt: „In Gewaltsituationen außerhalb der eigenen vier Wände, beispielsweise hier vor Ort in den Bahnhöfen oder beim Reisen mit der Bahn sind natürlich auch wir Ansprechpartner.“ Frau Thelen von der Kriminalpolizei stellt klar: „Es reichen verbalen Bedrohungen. Nach dem Gewaltschutzgesetz wird auch in diesen Fällen das Opfer unterstützt.“

 

Frauenberatungsstelle Duisburg 0203/3461640

 

SOLWODI Duisburg 0203/663150

 

Hilfetelefon 080000116016 (24h, 17 verschiedene Sprachen)

 

 

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SOLWODI Duisburg wird gefördert durch das Land Nordrhein-Westfalen.

Bücher

Chronik_SOLWODI

30 Jahre SOLWODI Deutschland 1987 bis 2017 -

30 Jahre Solidarität mit Frauen in Not in Deutschland

 

Autorinnen: Sr. Dr. Lea Ackermann / Dr. Barbara Koelges / Sr. Annemarie Pitzl

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