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Kinderprojekte


Da unsere Klientinnen oftmals unter posttraumatischen Belastungsstörungen leiden und alleine weder für sich noch für ihre Kinder sorgen können, entwickeln die Kinder unterschiedliche Überlebensstrategien; die wenigsten reden über ihre Situation, sie möchten sich nichts anmerken lassen, schirmen sich ab und isolieren sich. Den Kindern muss - wie ihren Müttern - geholfen werden. Da die Klientinnen oftmals in ihrer Rolle als Mutter überfordert sind, benötigen die Kinder eine intensive Betreuung. Sie benötigen eine zuverlässige Orientierung, um im Alltag bestehen zu können und müssen in ihrer sozialen, emotionalen und kognitiven Entwicklung unterstützt werden. Deshalb setzt sich SOLWODI vermehrt für die Belange der Kinder unserer Klientinnen ein, da diese pädagogische Arbeit auch die Integration der Mütter unterstützt. Folgende Organisationen und Stiftungen fördern die Projekte: 

 

 

Das seit Juli 2015 stattfindende Projekt "Integration von Kinder verschiedener Herkunftsländer, durch Sprach- und frühkindliche Förderung sowie Freizeitangebote" wird  erfolgreich in den SOLWODI Fachberatungsstellen Bad Kissingen, Berlin, Duisburg, Osnabrück und Passau durchgeführt.

Innerhalb des Projektes bieten die SOLWODI Sozialarbeiterinnen Maßnahmen an mit dem Ziel, die Kinder in die deutsche Gesellschaft zu integrieren. Darüber hinaus werden die Mütter in Erziehungsfragen unterstützt und sie werden durch ihre Kinder in die Lage versetzt, an der deutschen Gesellschaft zu partizipieren. Die Angebote sind: frühkindliche Förderung; Mütterarbeit; Begleitung zu Elternabenden; Förderunterricht; Musikkurse; Sportkurse; Feste feiern. Durch das Projekt konnten bei bereits 241 Kindern erste emotionale, kognitive und soziale Defizite abgebaut werden. Ebenfalls wurden Mütter in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und im Aufbau ihrer Sozialbeziehungen unterstützt, so dass bereits 168 Mütter ihrer eigenen Integration nachgehen.

 

 

Ein weiteres Projekt für Kinder fördert die Globus Stiftung mit dem Titel "Integrationsangebote für Migrantinnen und deren Kinder". Durchgeführt wurde das Projekt im Schutzhaus und der Fachberatungsstelle Koblenz von November 2016 - Oktober 2017.

Ziel des Projektes ist es, die Kinder in die deutsche Gesellschaft zu integrieren, die Mütter in ihrer Mutterrolle zu unterstützen und sie für die Integration in die deutsche Gesellschaft zu öffnen. Dazu fanden im Rahmen des Projektes für die Mütter und deren Kinder wöchentlich lebenspraktische Übungen und Aktivitäten statt. Durch kreativpädagogische, sportliche, kommunikationspädagogische Aktivitäten, kulturelle Ausflüge und Kochkurse wurden die Kinder und ihre Mütter auf eine Integration erfolgreich vorbereitet. 

 

 

Erste integrative Entwicklungen waren auch im Projekt "Fit für die Integration - Kinder mit Migrationshintergrund und ihre Mütter durch Kochen und Sport integrieren" zu verzeichnen. Das Projekt, gefördert von der Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung, wird in der Fachberatungsstelle Braunschweig durchgeführt.

 

Durch Kochkurse und die Vermittlung in Sportkurse konnten sich bereits 36 Kinder und 23 Mütter einer Integration öffnen. In dem Projekt ist das Frauencafé LEA (Lachen. Erleben. Anfreunden) entstanden. Seit Februar 2017 treffen sich die Klientinnen, ihre Kinder und die Fachberaterinnen wöchentlich für einige Stunden. Die Mitarbeiterinnen bieten im Frauencafé verschiedene Angebote wie kochen, spielen, bewegen und tanzen an. Es findet ein Austausch statt, über Sitten und Gebräuche in Deutschland und den Herkunftsländern der Frauen, über Religion, Kindererziehung, Familienverständnis, Essgewohnheiten etc. Hier werden Lebenserfahrungen und Wissen ausgetauscht und im Gespräch die Deutschkenntnisse verbessert. Im Frauencafé steht SOLWODI neben einem Café-Raum mit Kochmöglichkeit auch ein großer Mehrzweckraum zur Verfügung, in dem Bewegungsspiele, Gymnastik, etc. durchgeführt werden. In dem Frauencafé LEA treffen sich zurzeit pro Woche durchschnittlich fünfzehn Frauen mit ihren Kindern. 

 

Die Lotto Rheinland-Pfalz Stiftung unterstützte SOLWODI Kinderprojekte an den SOLWODI-Standorten Boppard-Hirzenach und Koblenz. In Boppard-Hirzenach konnte durch die Spendenaktion "Kinderglück" das Projekt "Erste Schritte in die Integration durch Freizeit- und Kulturmaßnahmen" durchgeführt werden.

 

In Koblenz erhielt die Fachberatungsstelle und das Schutzhaus eine Projektbewilligung für das Projekt "Unterstützung im Integrationsprozess von SOLWODI Klientinnen und deren Kinder". Dieses Projekt richtet sich an SOLWODI Klientinnen, die Mütter sind oder ein Kind erwarten, um sie entsprechend in ihren Erziehungsfragen zu unterstützen und in der Erziehung ihrer Kinder zu entlasten. Frauen leben entweder mit ihren Kindern im SOLWODI Schutzhaus Koblenz oder sie werden von der SOLWODI Fachberatungsstelle Koblenz betreut. 

 

Einzelfallförderung


Bildung gehört zu den wichtigsten und nachhaltigsten Faktoren der Integration, daher setzt SOLWODI darauf, die individuellen, bildungsspezifischen Bedürfnisse zu ermitteln und die Potentiale wahrzunehmen, um die Klientinnen dann in entsprechende Maßnahmen zu vermitteln und auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. Die Missionarische Heilig-Geist-Gemeinschaft gewährte 2016/2017 Einzelfallförderung für besonders bedürftige Klientinnen. 2017 wurden sechs Klientinnen unterstützt: sie konnten ihren Realschulabschluss nachholen, einen Deutschsprachkurs absolvieren und eine Klientin konnte ihren Führerschein machen, um mit ihrem gehandicapten Kind flexibler zu sein.  


Jede Form der Hilfe bringt unsere Klientinnen einen Schritt näher an ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

 

Gudrun Angelis und Anja Wells 
 

SPENDEN
 

Danke für Ihre Unterstützung! 


Unser Spendenkonto lautet:

 
SOLWODI Deutschland e.V.
IBAN: DE84 5905 0000 0020 0099 99
BIC: SALADE55XXX

 

Spenden zu einem bestimmten Anlass

 

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Weltkongress 2019
 

Vom 2. bis 5. April 2019 richtet SOLWODI Deutschland einen internationalen Kongress gegen die sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen an der Universität Mainz aus, in Kooperation mit CAP International (Coalition against Prostitution) und „Armut und Gesundheit e.V.“, Mainz.

 

Ausschreibung zum 3. Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen

 

Erfolgreiche Auftaktveranstaltung in Boppard

 

 

 

 
 
KALENDER