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SOLWODI Ungarn


Ungarn ist Ursprungs-, Transit- und in sehr geringem Ausmaß Zielland für Männer, Frauen und Kinder, die von Zwangsarbeit und Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung betroffen sind. Gefährdete Gruppen sind v.a. Menschen, die in extremer Armut leben, junge Erwachsene mit mangelnder Ausbildung, Roma, Asylsuchende, unbegleitete Minderjährige und wohnungslose Menschen. Ungarische Frauen und Kinder sind Opfer von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung innerhalb und außerhalb des Landes, meistens in Europa – mit besonders hohen Zahlen auch in Deutschland. NGOs berichten von einem neuen Phänomen, bei dem Behinderte zum Zweck der sexuellen Ausbeutung verkauft werden. Ungarinnen, besonders Romafrauen und –Mädchen und solche aus staatlichen Heimen, werden in großer Zahl sexuell ausgebeutet. Sie werden für Scheinehen mit Drittstaatangehörigen innerhalb Europas geködert und Berichten zufolge zur Prostitution gezwungen. Eine große Zahl ungarischer Kinder, die Opfer von sexueller Ausbeutung innerhalb oder außerhalb des Landes werden, kommen aus staatlichen Jugendschutzeinrichtungen und Justizvollzugsanstalten, wobei sie von den Menschenhändlern nach dem Verlassen der Institution angeworben werden. Im Land werden Roma-Kinder ausgebeutet, indem sie zum Betteln und in die Kleinkriminalität gezwungen werden, außerdem werden Mädchen und auch Jungen Opfer von Kinderhandel zur sexuellen Ausbeutung. Menschenhandelsopfer aus Osteuropa durchqueren Ungarn auf dem Weg nach Westeuropa. Ungarn ist Transitland für Asylsuchende und illegale Migranten, von denen einige schon Menschenhandelsopfer sind oder noch werden. 


In Deutschland kamen laut des "Lagebericht Menschenhandel 2015" des Bundeskriminalamtes 10 % der ermittelten Opfer von Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung aus Ungarn. 


Ordensschwestern möchten sich mit dem Thema Menschenhandel und der konkreten Situation in Ungarn intensiver beschäftigen. Sie knüpften Kontakte zu bereits bestehenden NGOs innerhalb und außerhalb des Landes, um Hilfsangebote für Betroffene kennenzulernen. Gleichzeitig wurde die Erfahrung gemacht, dass Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung in der Kirche und Gesellschaft Ungarns ein Tabuthema ist, obwohl viele Ungar*innen davon betroffen sind. 


Das Projektziel von SOLWODI Ungarn ist daher zum einen die Bewusstseinsbildung und Prävention von Menschenhandel in Ungarn und zum anderen die weitere Vernetzung und Aufbau eines Hilfsnetzwerks für ungarische Opfer von Menschenhandel.


SOLWODI Ungarn möchte zukünftig mit präventiven Maßnahmen Menschen erreichen, bei Vorträgen in Schulen, Jugendclubs oder Kirchen. Hier wird eine breite Öffentlichkeit für die Methoden der Menschenhändler sensibilisiert, damit sie nicht mit falschen Versprechungen und Jobangeboten geködert werden. 


Daneben möchte SOLWODI Ungarn aber auch verhindern, dass Frauen, die den Ausstieg aus der Prostitution geschafft haben, wieder in alte Strukturen geraten.  Aus diesem Grund wird SOLWODI Ungarn ein Netzwerk aufbauen und eng mit Sozialarbeiter*innen, Therapeut*innen und Jurist*innen zusammenarbeiten.

 

 

Kontakt:

Telefon:   +36-30-223-4867 oder   +36-1-633-3315

Email:

Hompage: www.solwodi.hu

 

 

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Weltkongress 2019
 

3. WELTKONGRESS gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen

Veranstalter: · SOLWODI Deutschland e.V. · CAP INTL · Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.

Dienstag, 2. April – Freitag, 5. April 2019,

Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Philosophicum, Jakob-Welder-Weg 18

 

Nachbericht - SOLWODI Sonder-Rundbrief, Mai 2019

 

Video zum 3. Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen

 

Livestream Kongress in Mainz

 

aktuelles Programm

 

Mainzer Erklärung (Abschlussdokument des Kongresses) hier können sowohl Organisationen als auch Privatpersonen unterzeichnen

 

Reden / Beiträge der Referent*innen

 

Medienecho

 

20 Jahre Schwedisches Modell

 

Das System der sexuellen Ausbeutung wirkt zerstörerisch in einer Gesellschaft. Der Kongress stellt international erfolgreiche Lösungsansätze im Kampf gegen Prostitution und Menschenhandel vor:

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