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Pressemitteilung: Internationaler Tag der Menschenrechte

08. 12. 2023

Pressemitteilung am 08.12.2023

 

 

Internationaler Tag der Menschenrechte

 

Koblenz. Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember macht die Frauenrechtsorganisation SOLWODI auf die zunehmend schwierigere Situation von geflüchteten Frauen aufmerksam. 

Die Hälfte aller Geflüchteten weltweit sind Frauen und Mädchen. Sie fliehen vor politischer, religiöser oder ethnischer Verfolgung, vor bewaffneten Konflikten und Hunger, besonders häufig aber vor geschlechtsspezifischer Gewalt. Auf der Flucht haben gerade Frauen oft zu grundlegenden Rechten wie Sicherheit, Nahrung, Gesundheit und Unterkunft, nur eingeschränkten Zugang. Hinzukommt die Gefahr sexueller Übergriffe. 

Im vergangenen Jahr meldeten sich bei SOLWODI 347 Frauen im Zusammenhang mit einer Fluchtthematik. Häufig geht damit eine starke Traumatisierung einher, die erst im Laufe der psychosozialen Begleitung ersichtlich wird. Durch die aktuellen Verschärfungen im Asylrecht verschlechtert sich die Situation der Frauen noch weiter. Die Angst davor, in das Herkunftsland abgeschoben zu werden, und ein Leben am Existenzminimum stellen eine dauerhafte psychische Belastung dar.

In diesem Jahr besteht die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte genau 75 Jahre, doch die menschenrechtliche Lage in Deutschland wird zunehmend dramatischer. Immer weiter wird das Recht auf Asyl nach Artikel 14 und das Recht auf einen Lebensstandard, der Gesundheit und Wohl gewährleistet, nach Artikel 25 ausgehöhlt.

„Die derzeitigen Entwicklungen im deutschen Asylrecht führen dazu, dass Behörden nicht mehr nach menschenrechtlichen Standards handeln. Schnelle Abschiebungen und ein vermeintliches Abschrecken durch Kürzung von Asylbewerberleistungen scheinen wichtiger als der Schutz von Frauen, die aus frauenspezifischen Gründen zu uns geflohen sind. “, bemängelt Dr. Maria Decker, Vorsitzende von SOLWODI Deutschland e. V.

Zum Internationalen Tag der Menschenrechte fordert SOLWODI daher die Umsetzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte für alle Menschen in Deutschland und das Ende einer immer menschenunwürdigeren Asylpolitik. Denn die Menschenwürde und das Sozialstaatsprinzip garantieren ein menschenwürdiges Existenzminimum – für alle Menschen. Es kann nicht zweierlei 

Maß für die Menschenwürde geben.

 

Bücher

Chronik_SOLWODI

30 Jahre SOLWODI Deutschland 1987 bis 2017 -

30 Jahre Solidarität mit Frauen in Not in Deutschland

 

Autorinnen: Sr. Dr. Lea Ackermann / Dr. Barbara Koelges / Sr. Annemarie Pitzl

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