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Neues Projekt der SOLWODI-Organisation OKOA SASA stärkt kenianische Missbrauchsopfer nachhaltig

18. 06. 2021

Boppard. Die kenianische Gesellschaft ist über Ursachen und Folgen von Kindesmissbrauch und geschlechtsbezogener Gewalt wenig aufgeklärt. Fälle werden oft nicht an die zuständigen Behörden oder die Polizei gemeldet, sei es aus Unwissenheit oder Misstrauen. Das gleiche gilt für die Mütter der missbrauchten Kinder, die oftmals selbst sexuell ausgebeutet werden und Armutsprostituierte sind. Meist bleiben Betroffene über Generationen in einem Kreislauf aus Armut, (sexueller) Ausbeutung und Stigmatisierung gefangen.

 

In Mombasa ist die Zahl der missbrauchten und von Gewalt betroffenen jungen Frauen und Kinder besonders hoch. Das SOLWODI-Projekt OKOA SASA ist eine gemeindenahe Organisation (Community Based Organization, CBO), die aktiv in Mombasa wirkt und ein Schutzhaus für missbrauchte und traumatisierte Kinder führt. Die Organisation ist in der Region etabliert. Der Fokus der Arbeit liegt auf der Stärkung und dem Schutz der Kinder und jungen Frauen, die OKOA SASA dank der finanziellen Unterstützung von SOLWODI auch rechtlich vertritt. Zuletzt setzt sich das SOLWODI-Projekt durch Aufklärung dafür ein, Menschenhandel zu verhindern sowie sexuelle Ausbeutung weiter einzudämmen. Die Mitarbeiterinnen bieten psychosoziale Unterstützung für die Opfer. In Selbsthilfegruppen können die Kinder und jungen Frauen das Erlebte verarbeiten und neue Perspektiven entwickeln.  

 

Am 1. Juli startet das neue BMZ-Projekt „Strafrechtliche Unterstützung von sexuell missbrauchten und ausgebeuteten Kindern in Mombasa, Kenia“, das von SOLWODI getragen wird. Vor Ort wird das Projekt von „OKOA SASA“ umgesetzt. Im Projekt werden Mitarbeiterinnen 150 Kinder umfassend betreuen; auch mit dem Ziel, ihre Fälle der Justiz zwecks Aufklärung und Verfolgung zuzuführen. 120 Polizisten werden im Projekt über den richtigen Umgang mit missbrauchten und traumatisierten Kindern geschult, um deren Reviktimisierung zu vermeiden. Auch die Familien der Kinder werden mit einbezogen: 150 Mütter bzw. Familienangehörige werden über die SOLWODI-Organisation OKOA SASA betreut und über Kinderrechte sowie mögliche strafrechtliche Verfahren aufgeklärt.

 

Der Corona-Ausbruch im vergangenen Jahr verstärkte nochmals die Schutzlosigkeit der Kinder, besonders der Mädchen. Die Folgen waren ein deutlicher Anstieg sexuellen Missbrauchs, Teenager-Schwangerschaften und Kinderehen.

 

Das BMZ-Projekt „Strafrechtliche Unterstützung von sexuell missbrauchten und ausgebeuteten Kindern in Mombasa, Kenia“ wird über Engagement Global zu 75 Prozent gefördert. Den restlichen Anteil muss SOLWODI selbst aufbringen, sodass wir für unsere Arbeit auf Spenden angewiesen sind. Unser Spendenkonto: Kreissparkasse Rhein-Hunsrück, IBAN: DE02 5605 1790 0001 1270 00    

 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: 

Ass. iur. Ruth Müller

Pressereferentin SOLWODI Deutschland e.V.

Propsteistr. 2

56154 Boppard

Tel.: 06741-2232

 

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