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Massiver Anstieg der Gewalt gegen Frauen in Kenia

24. 04. 2020

Boppard. Viele Menschen in Deutschland leiden unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Noch viel stärker sind die Länder des Südens betroffen: Das dortige Gesundheitssystem funktioniert nur mangelhaft, staatliche Hilfen und Unterstützungsmaßnahmen sind praktisch nicht existent.

 

Schlimme Nachrichten erreichen die internationale Frauenhilfsorganisation SOLWODI aus den Projektgebieten in Kenia. Seit März sind auch hier Schulen und Märkte geschlossen. Viele Frauen haben keinerlei Rücklagen und sind auf den täglichen Verkauf auf den Märkten angewiesen, um ihre Familien zu ernähren. Jetzt hat die Regierung viele der kleinen, selbst gezimmerten Verkaufsstände zerstören lassen und so den Frauen jegliche Existenzgrundlage geraubt.

 

Besonders schlimm ist die Situation in den Slums. Die Menschen leben dicht gedrängt zusammen, Abstand halten ist hier keine Option. Viele können nicht zu Hause bleiben, weil sie Lebensmittel besorgen müssen und so ständig in Gefahr sind, sich anzustecken. In den oft fensterlosen Hütten und durch das Kochen mit offenen Kohlefeuern gedeihen Atemwegserkrankungen, die Corona zu einem noch größeren Risiko werden lassen. Der Mangel an sauberem Trinkwasser und das Fehlen öffentlicher Toiletten erhöhen die Infektionsrate in den Slums zusätzlich.

 

Viele Menschen sind arbeitslos, hungrig und verzweifelt. Infolge der unerträglichen Situation in den Slums nimmt die Gewalt, vor allem gegen Frauen, in besorgniserregendem Ausmaß zu. Das zuständige Ministerium meldet, dass sexuell-basierte Straftaten im März gegenüber den Vormonaten um 42 Prozent angestiegen sind. Die Polizei schaut oft tatenlos zu und auch sonst sind die betroffenen Frauen meist alleingelassen, da aufgrund der Corona-Krise viele Hilfsstellen geschlossen sind.

 

Susan, eine der von SOLWODI in Kenia betreuten Frauen, wurde von mehreren Männern vergewaltigt. Sie erlitt schwerste Unterleibsverletzungen, die zu ihrem Tod führten. Ein weiteres trauriges Beispiel ist das des kleinen Francis, der von einer aufgebrachten Menge lebendig verbrannt wurde, als er von seinem Stiefvater zum Diebstahl verleitet wurde.

 

Wir fordern die Regierung in Kenia auf, die Ärmsten der Armen und insbesondere die Frauen und Kinder wirkungsvoll gegen Gewalt und die Ausbreitung des Corona-Virus zu schützen. Außerdem müssen Maßnahmen ergriffen werden, um die Ernährung der Menschen sicherzustellen.

 

 

Für Rückfragen kontaktieren Sie bitte:

 

Ass. iur. Ruth Müller

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

SOLWODI Deutschland e.V.

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56154 Boppard

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