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Der Missbrauchsskandal an Frauen in der katholischen Kirche muss konsequent aufgearbeitet werden

28.11.2019

SOLWODI gründet AK für Betroffene von sexuellen Übergriffen im kirchlichen Umfeld

 

Boppard. „Auch Frauen, die durch Priester und Ordensleute sexuelle Gewalt erfahren, haben ein Recht auf Verfolgung der Taten und auf Unterstützung“, appelliert Sr. Dr. Lea Ackermann. Die Vorsitzende der internationalen Menschenrechts- und Frauenhilfsorganisation SOLWODI zeigt sich enttäuscht vom Schweigen der katholischen Kirche. 

Ackermann: „Es ist einerseits erschreckend, dass Priester zu solchen Verbrechen an Frauen, sogar an Ordensfrauen, fähig sind. Anderseits ist es umso schockierender, dass die Bischöfe und der Papst diesen Vorfällen nicht mit dem nötigen Druck nachgehen. Papst Franziskus hat selbst eingeräumt, dass es diesen Missbrauch an Ordensfrauen gibt. Trotzdem ist nichts passiert, das Thema ist wieder leise von der Tagesordnung verschwunden. Die betroffenen Frauen haben lange aus Scham geschwiegen. Nun dürfen sie nicht ein zweites Mal im Stich gelassen werden.“ 

Lea Ackermann erwartet von der katholischen Kirche eine konsequente Aufklärung und transparente Aufarbeitung der Vorfälle. Ziel muss es sein, dass die Täter nicht gedeckt, sondern vor ein Gericht gestellt werden.

„Dieses große Verbrechen veranlasst uns, uns noch stärker in diesem Bereich zu engagieren“, kündigt Lea Ackermann an. SOLWODI wird hierzu einen Arbeitskreis gründen, in dem zwei zentrale Aufgaben im Fokus stehen: Aufarbeitung und Prävention der Verbrechen.     

 

 

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