Deutsch English
 
Bannerbild | zur Startseite Bannerbild | zur Startseite
  • Link zur Seite versenden
  • Ansicht zum Drucken öffnen
 

SOLWODI in Mombasa

Schutzhaus
Okoa Sasa
Kampf gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet

 

Schutzhaus „Sister-Lea-Rescue-Shelter“

 

Ziele des Projekts

  • Aufnahme und Betreuung von Kindern und Jugendlichen, die von sexueller Ausbeutung betroffen sind

  • Unterstützung der Minderjährigen bei Gerichtsprozessen

  • Schutz der Kinder und Jugendlichen vor erneuter Gewalt

Ausgangssituation 

 

Der Leiterin von OKOA SASA fiel 2013 in Mombasa die steigende Anzahl von (Straßen-) Kindern auf, die von sexueller Ausbeutung betroffen sind. Somit entschied sie sich, ein Schutzhaus gemäß ihrem Motto „Hilf sofort“ aufzubauen. Das nach SOLWODIs Gründerin Schwester Lea Ackermann benannte Schutzhaus liegt seit 2015 in einer informellen Siedlung in Utange, am Rand der Metropole Mombasa. 

Okoa Sasa Center

Was heißt das konkret?

 

Der „Sister-Lea-Rescue-Shelter“ nimmt Kinder auf, die von sexueller Ausbeutung betroffen sind oder Mordversuche überlebt haben. Die Fünf- bis Sechzehnjährigen bekommen in Notsituationen einen Platz zum Schlafen, Essen und um traumatische Erfahrungen zu verarbeiten. Die Mitarbeiterinnen stellen sicher, dass das Wohl der Kinder immer an erster Stelle steht. Manchmal sind mehrere Krankenhausbesuche aufgrund der Brutalität der ihnen angetanen Gewalttaten nötig. OKOA SASA sorgt für eine physische sowie psychische Genesung so weit wie nur möglich.

 

Die Kinder werden vom kenianischen Jugendamt und der Polizei an das Schutzhaus vermittelt. Die Mitarbeiterinnen gehen aber auch aktiv mit Betroffenen von Gewalt in Kontakt und bieten ihre Unterstützung an. Dafür machen sie selbst aufsuchende Arbeit an verschiedenen Brennpunkten, um Mädchen – oftmals minderjährig – in der Prostitution auf Hilfsangebote aufmerksam zu machen. Manchmal bekommen die Mitarbeiterinnen auch Hinweise zu Missbrauchsfällen an kleinen Kindern, denen sie nachgehen.

Beim „Sister-Lea-Rescue-Shelter“ handelt es sich theoretisch um eine Notunterkunft. Praktisch hängt die Aufenthaltsdauer der Kinder aber davon ab, wie lange die Gerichtsprozesse sich ziehen und in welches Umfeld die Kinder danach kommen können. Die Mitarbeiterinnen unterstützen die Kinder dabei, sich auf Gerichtsprozesse gegen die Täterinnen und Täter vorzubereiten. OKOA SASA arbeitet dafür auch mit Anwältinnen und Anwälten pro bono zusammen. 

 

OKOA SASA sorgt für den reibungslosen Übergang eines Kindes vom Schutzhaus zurück zur Familie. Dafür besuchen die Mitarbeiterinnen die alleinerziehenden Mütter, Eltern oder Verwandte. Es finden Sensibilisierungs- und Beratungsgespräche statt, damit das Kind in ein sicheres Umfeld zurückkehren kann und künftig vor Gewalt und Missbrauch geschützt ist.

 

 

Kampf gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern im Internet: Strengthening Capacities to Sustainably Combat Online Child Sexual Exploitation and Abuse (OCSEA)

 

Ziele des Projekts

  • Die Öffentlichkeit für die Realität sexueller Ausbeutung von Kindern im Internet sensibilisieren

  • Kompetenzen von Fachkräften zu Online-Ausbeutung und kriminellen Netzwerken erhöhen

  • Zusammenarbeit zwischen Fachkräften, Ehrenamtlichen und Eltern stärken, um Überlebende besser schützen und unterstützen zu können

Ausgangssituation 

 

In Mombasa ist die Zahl der jungen Frauen und Kinder, die sexuell missbraucht werden, sehr hoch. Trotz der erfolgreichen Etablierung strafrechtlicher Verfolgungsstrukturen haben Fälle der Online-Ausbeutung von Minderjährigen eine neue Dimension der Kriminalität entstehen lassen. Vulnerable Kinder werden von skrupellosen, oft unsichtbaren Netzwerken zur sexuellen Ausbeutung gezwungen. Die Aufnahmen werden im Darknet verbreitet. Besonders schutzlos sind Waisenkinder sowie Kinder und Jugendliche, die in extremer Armut oder ohne soziale Absicherung leben.

Community Referral Committees

Was heißt das konkret?

 

OKOA SASA bietet die Plattform, um einen gezielten Austausch zu sexueller Ausbeutung Minderjähriger im Internet zwischen Polizei, Lehrkräften, Gemeindevorsteher*innen, Jugendschutzbeauftragten, Beratungseinrichtungen, und Eltern zu schaffen. Durch dieses Netzwerk können Kinder, die online misshandelt wurden, schneller und besser identifiziert werden und sie erhalten gezieltere Hilfe.

 

Eine wichtige Rolle hierbei spielen die „Community Referral Committees“. Diese ehrenamtlichen Komitees bestehen aus engagierten Eltern, Lehrer*innen und Gemeindevorsteher*innen. Zusammen leiten sie Fälle von Online-Kindesmissbrauch an die Polizei und Fachberatungsstellen weiter.

 

Außerdem werden Polizei, Regierungsbeauftragte und Beratungseinrichtungen in sogenannten Kooperationsworkshops über Themen wie traumasensibler Umgang mit Kindern geschult.

Bücher

Chronik_SOLWODI

30 Jahre SOLWODI Deutschland 1987 bis 2017 -

30 Jahre Solidarität mit Frauen in Not in Deutschland

 

Autorinnen: Sr. Dr. Lea Ackermann / Dr. Barbara Koelges / Sr. Annemarie Pitzl

Kalender

Nächste Veranstaltungen:

16.​09.​2026 - Uhr

 

20.​09.​2026