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35 Kunstschaffende wurden von der Jury für die Jubiläumsausstellung „Rückkehr in Würde. Chancen für ein selbstbestimmtes Leben“ ausgewählt

19. 04. 2022

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Interessierte,

in diesem Jahr feiert unser SOLWODI Rückkehr- und Reintegrationsprogramm 30-jähriges Jubiläum. Nachdem wir bedingt durch die Corona Pandemie lange Zeit weitestgehend auf Kunst und Kultur verzichtet haben, freuen wir uns nun umso mehr auf unsere Jubiläumsausstellung. Denn bereits Anfang des Jahres haben wir Künstlerinnen und Künstler dazu eingeladen, sich für das Ausstellungsprojekt, welches vom 22.09. – 21.10.2022 im Frauenmuseum Bonn zu sehen sein wird, zu bewerben. Durch die verschiedensten künstlerischen Positionen kann das Innenleben der Menschen auf eine ganz besondere Art und Weise gezeigt und deren Probleme verdeutlicht werden. So sehen wir dies als Möglichkeit Besucherinnen und Besucher anzusprechen und Sichtbarkeit für die vielfältigen Lebensläufe der Frauen herzustellen.

 

Insgesamt 99 Bewerbungen von Künstlerinnen und Künstlern aus dem gesamten deutschsprachigen Raum sind dabei bei uns eingegangen. Dass sich so viele Kunstschaffende aus den verschiedensten Genres für die Ausstellung beworben haben, werten wir als Erfolg. Die Künstler*innen konnten sich nicht mit bereits fertigen Exponaten bewerben, sondern mussten zu einem Lebenslauf von Frauen, die mit unserer Unterstützung in ihr Herkunftsland zurückgekehrt sind, arbeiten und etwas Neues erschaffen. So ist von Skulpturen über Mixed Media, Malerei oder Vernähungen fast jedes Genre vertreten. Neben der sehr großen Bandbreite freuen wir uns auch über die hohe Qualität der verschiedenen Exponate.

 

Vergangenen Donnerstag, den 07. April, traf sich die Jury und hat unter den vielen Bewerbungen 35 künstlerische Positionen, die zu den 10 Lebensläufen von SOLWODI Klientinnen gearbeitet haben, ausgewählt. Die Jury bestand dabei aus sechs Mitgliedern: Martin Mauthe-Käter, Leiter des Referats für Rückkehr und Reintegration im BMZ, Roshan Heiler, Komponentenleiterin bei der GIZ, Marianne Pitzen, Direktorin des Frauenmuseum Bonn, Motz Tietze, Kunstakademie Mannheim, Charlotte Becker, Leiterin des Rückkehr- und Reintegrationsprogramm von SOLWODI, und Gudrun Angelis, Vorstand SOLWODI Deutschland e.V..

 

Das Ziel der Ausstellung ist einerseits die letzten 30 Jahre der Rückkehr- und Reintegrationspolitik zu beleuchten und andererseits die Arbeit von SOLWODI vorzustellen, die immer eng mit den jeweiligen politischen und gesellschaftspolitischen Situationen der Herkunftsländer verbunden ist. Auf 200qm Ausstellungsfläche werden neben einem ausführlichen dokumentarischen Ausstellungsteil, die Berichte der Rückkehrerinnen und die künstlerischen Positionen im Vordergrund stehen. Das ermöglicht einen anderen, differenzierten Blick auf den Rückkehrprozess. Durch diese ganzheitliche, künstlerische Betrachtungsweise können die Hintergründe erläutert werden, die zu einer Rückkehr ins Heimatland führen, mit all den damit verbundenen Problemen, die sich den Frauen dabei in den Weg stellen.

 

Die Ausstellung will also sensibilisieren und einen Beitrag aus menschenrechtlicher Perspektive zum Thema Rückkehr und Reintegration leisten. Eingeladen sind alle, die am Thema interessiert sind und einen vertiefenden Einblick erhalten möchten, außerdem ein Fachpublikum, das besonders bei den Begleitprogrammen ein Forum zur gegenseitigen Vernetzung und zum Austausch finden wird. Die Vernissage wird am Donnerstag, denn 22.09.2022 im Frauenmuseum Bonn um 18 Uhr stattfinden. Für vier Wochen wird die Ausstellung dort für Interessierte zu besichtigen sein. Weitere Ausstellungsorte sind bereits in Planung.

 

Die Jubiläumsausstellung und das Rückkehrprogramm von SOLWODI werden gefördert durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

 

Wenn Sie die Arbeit von SOLWODI finanziell fördern wollen, können Sie das hier tun:

 

Kreissparkasse Rhein-Hunsrück

BIC: MALADE51SIM

IBAN: DE02 5605 1790 0001 1270 00

 

Wir möchten Sie wöchentlich mit „SOLWODI +++ Aktuell“ über Entwicklungen in unserer Arbeit informieren. Sie finden „SOLWODI +++ Aktuell“ auf unserer Homepage, können den Newsletter aber auch per E-Mail bestellen unter: info@solwodi.de

 

 

 

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Chronik_SOLWODI

30 Jahre SOLWODI Deutschland 1987 bis 2017 -

30 Jahre Solidarität mit Frauen in Not in Deutschland

 

Autorinnen: Sr. Dr. Lea Ackermann / Dr. Barbara Koelges / Sr. Annemarie Pitzl

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