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"Sind Bordelle sicherer als Kirchen?"

05. 06. 2020

Neunte Corona-Bekämpfungsverordnung tritt am 10. Juni in Kraft: SOLWODI kritisiert Möglichkeit der Bordellwiedereröffnungen in Rheinland-Pfalz

 

Boppard. Am kommenden Mittwoch tritt in Rheinland-Pfalz die Neunte Corona-Bekämpfungsverordnung in Kraft. Danach dürfen Bordelle und ähnliche Einrichtungen wieder öffnen.

 

Für Kirchen, Restaurants, Hochschulen und viele andere Einrichtungen gilt weiterhin ein Mindestabstand von 1,5 Metern. SOLWODI-Vorsitzende Sr. Dr. Lea Ackermann: „Es ist klar, dass der Abstand in Bordellen nicht eingehalten werden kann.“

 

Hinzu kommt, dass nach der neuen Corona-Bekämpfungsverordnung die Maskenpflicht im Dienstleistungsgewerbe mit der schwammigen Formulierung „sofern die Art der Dienstleistung dies zulässt“ keineswegs eindeutig geregelt ist. Freier drücken sich bereits schon jetzt in Bordellen um die Kondompflicht. Glaubt die Landesregierung ernsthaft, sie würden sich an die Maskenpflicht halten? 

 

Weiterhin kritisiert SOLWODI, dass die Aufnahme der Kontaktdaten nach dem „Hygienekonzept für Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen“ nicht verpflichtend zu sein scheint. Die Verfolgung der Kontaktketten ist somit – im Gegensatz zum Besuch von Restaurants oder Kirchen – unmöglich.

 

SOLWODI hat in einem Offenen Brief die Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, auf diese Probleme hingewiesen: „Es ist davon auszugehen, dass in Bordellen und ähnlichen Einrichtungen ein ungeschützter und enger Körperkontakt erfolgt. Das Virus kommt so über die Sexkäufer in die Familien und die Gesellschaft hinein.“

 

Darüber hinaus ist die Prostitution für SOLWODI mit der Würde des Menschen unvereinbar und frauenfeindlich. Prostitution ist immer mit Zwängen verbunden, seien es Armutsprostitution oder Menschenhandel, sei es emotionale Ausbeutung wie z.B. die sogenannte Loverboy-Masche.

 

Gemeinsam mit den Aussteigerinnen aus der Prostitution, den Überlebenden, fordert SOLWODI, dass jetzt landesweit Bordelle und bordellähnliche Betriebe geschlossen bleiben. SOLWODI setzt sich für das Nordische Modell ein, das auf zwei wesentlichen Säulen beruht: Erstens wird der Sexkauf verboten, damit die Nachfrage ausgetrocknet wird, und zweitens erhalten die Frauen staatliche Hilfe, damit sie sich eine Existenz außerhalb der Prostitution aufbauen können.

 

SOLWODI fordert die Landesregierung auf, die geplante Öffnung der Bordelle zurückzuziehen und sich auf Bundesebene für ein Verbot des Sexkaufs einzusetzen.

 

 

 

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Ass. iur. Ruth Müller

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit SOLWODI Deutschland e.V.

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