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SOLWODI Aalen - Seit 5. Oktober 2018 gibt es das Ostalb-Bündnis gegen Menschenhandel und (Zwangs-)Prostitution

08. 10. 2019

Große Kampagne: Plakate gegen Sexsklaverei haben etwas bewegt in der Region

20 Jahre harte, ehrenamtliche Arbeit dieser Kontaktstelle haben gezeigt, auch die Ostalb ist Teil des  Systems von sexueller Ausbeutung von Menschen, insbesondere von Frauen und Kindern. Deshalb hat SOLWODI Deutschland beschlossen, die bisherige Kontaktstelle in eine Beratungsstelle auszuweiten. Dies ist die 19. Beratungsstelle von SOLWODI e.V. und gleichzeitig die 1. in Baden-Württemberg. Sie wurde im Januar 2019 unter der Geschäftsführung von Marietta Hageney in Aalen eröffnet.

 

Um die bereits seit vielen Jahren Tatkräftigen und gut Vernetzten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu bündeln, haben sich im Oktober 2018 Organisationen, Institutionen, Vereine und Einzelpersonen zu einem starken Ostalb-Bündnis gegen Menschenhandel- und (Zwangs-)Prostitution zusammengeschlossen. Gründungsmütter und -väter sind der Landkreis, die Kreisstädte Aalen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd, die Clubs der Soroptimistinnen der Kreisstädte und das Kloster der Franziskanerinnen in Schwäbisch Gmünd.

Es kam zum runden Tisch.

 

Dieses Jahr werden von der OVA drei Busse beklebt,  die ab vier Wochen in der Region unterwegs sind.

Das Projekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, ein gesellschaftliches Umdenken zu erreichen, wurde durch die Unterstützung des Klosters der Franziskanerinnen Schwäbisch Gmünd und ihrer Stiftung Agnes Philippine Walter sowie durch die Soroptimistinnen Aalen/Ostwürttemberg als Initiatorinnen des Bündnisses  auf den Weg gebracht.

Jedes Jahr werden hunderttausende junge Frauen in Deutschland Opfer von Menschenhandel und Prostitution. Unter falschen Versprechungen werden sie - zumeist aus Osteuropa -nach Deutschland gelockt. Dort geraten sie in die Falle: Frauen und Mädchen, aber auch mancher junge Mann, werden gezwungen unter zumeist unsäglichen Bedingungen das Geld, das man angeblich in sie investiert hat, abzuarbeiten. Völlig rechtlos, sind sie als Sexsklav*innen nicht zuletzt auch Opfer einer verfehlten Politik. Denn spätestens seit der neuen Gesetzgebung in 2017 ist klar: Deutschland bleibt das „Bordell Europas“.

 

Die neue Beratungsstelle in Aalen will genau hier ansetzen, umfassend die Öffentlichkeit  aufklären und mittelfristig auf politische Entscheidungen Einfluss nehmen.  

Die Eröffnung der Beratungsstelle im Ostalbkreis ist ein erster, wichtiger Schritt, denn unsere Region ist hinsichtlich Menschenhandel, Zwangsheirat, Prostitution kein weißer Fleck auf der Landkarte. Deshalb wird zunächst ein aktives Netzwerkes gebildet, in enger Kooperation mit den Behörden. Eine wichtige Säule sind die Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit, über die an Schulen, in Vereinen, in Unternehmen und gegenüber Privatpersonen aufgeklärt und informiert wird. Auch werden die Frauen vom Club Soroptimist Aalen/Ostwürttemberg weiterhin Aufklärungsarbeit an osteuropäischen Schulen leisten und damit ein wichtiger Teil des Bündnisses sein.

 

SOLWODI BW e.V. hat die Geschäftsstelle des Ostalb-Bündnis übernommen. Gemeinsam klären wir auf und sind Anlaufstelle für Betroffene.

 

Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung, sexuelle rituelle Gewalt, Ausstieg aus der Prostitution sind die Gründe, warum sich Frauen unterschiedlichster Nationen seit der Eröffnung im Januar 2019 hilfesuchend an uns wenden. Drohende sowie bereits erfolgte Zwangsverheiratung und Ehrverfolgung, medizinische Probleme durch Beschneidung und immer wieder Anrufe von Frauen, die Gewalt erfahren, sind die Themen. 

Darüber hinaus ist die Präventionsarbeit unser wichtigstes Anliegen: Wir wollen Menschen- vor allem junge Menschen - die oftmals völlig unwissend sind, aufklären und sensibilisieren. Die Vorträge und Diskussionen in Schulen, Vereinen, Ausbildungsstätten, Betrieben und Unternehmen beweisen, wir können etwas bewegen und ein Umdenken bei den  Menschen erreichen.

 

SPENDE:  Wir brauchen Ihre Unterstützung! Werden Sie PartnerIn im Bündnis, engangieren Sie sich ehrenamtlich bei uns, stellen Sie Kontakte zu Schulen, Vereinen und Betrieben her. Spenden Sie, damit unsere wertvolle Arbeit weiterhin gesichert ist!

Wenn Sie Interesse an einer Bündnispartnerschaft haben, kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail oder Telefon.

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Marietta Hageney, die das Büro in Aalen leitet, verfügt über eine jahrzehntelange Erfahrung in der sozialen Arbeit. Unter anderem in Aalen als Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt mit einer großen Kindertageseinrichtung und als Teammitglied und Beirätin der Familienbildungsstätte. Auch in den Jahren als Inhaberin der Kochschule Hageney verlor sie ihr Engagement nie aus den Augen. Zahlreiche Initiativen wurden von ihr in dieser Zeit angestoßen und erfolgreich umgesetzt. Als Soroptimistin war sie Mitinitiatorin der Aufklärungskampagne an osteuropäischen Schulen und reist jedes Jahr nach Osteuropa, um die erfolgreiche Arbeit dort fortzusetzen. Eine große Plakataktion zum Thema wurde ebenfalls von ihr angeregt und gemeinsam mit den Frauen von Soroptimist Aalen/Ostwürttemberg umgesetzt. Um neue weitere umfangreiche Aufgaben zu realisieren, wird sie durch Ingrid Krumm, der ehemaligen Chancengleichheitsbeauftragten des Landkreises unterstützt. Marietta Hageney ist gleichzeitige Leiterin der Geschäftsstelle des Ostalbkreis-Bündnis gegen Menschenhandel und (Zwangs-)Prostitution. Sie wird Mitglieder und UnterstützerInnen regelmäßig über die Fortschritte der Projekte informieren und sie einbeziehen.

 

Kontakt:  Marietta Hageney, Leiterin Beratungsstelle, SOLWODI Baden-Württemberg e.V.,
Gartenstraße 133, 73430 Aalen
Tel: + 49 (0) 7361-8809191
E-Mail: hageney@solwodi.de

 
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Weltkongress 2019
 

3. WELTKONGRESS gegen sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen

Veranstalter: · SOLWODI Deutschland e.V. · CAP INTL · Armut und Gesundheit in Deutschland e.V.

Dienstag, 2. April – Freitag, 5. April 2019,

Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Philosophicum, Jakob-Welder-Weg 18

 

Hier finden Sie einen Überblick zum Weltkongress

 

35.220 Unterschriften für ein Sexkaufverbot an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel übergeben

 

 
 
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