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FIFA adelt SOLWODI-Fußballprojekt SOLASA in Kenia

12.12.2018

Von Hans-Peter Schössler und Ruth Müller

 

Vor 33 Jahren gründete die Sr. Dr. Lea Ackermann im kenianischen Mombasa SOLWODI (Solidarität mit Frauen in Not) als Ausstiegsprogramm für Frauen in der Prostitution. Seit 1987 gibt es SOLWODI auch in Deutschland mit Sitz in Boppard. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt weiterhin in Afrika, in Kenia im Besonderen. Hier entstand auch das von SOLWODI getragene Sportprojekt SOLASA. Getragen wird es von dem Wissen, dass Mädchen aus den Slums oft keine Chance für Schule und Aus- oder Fortbildung haben. Einige werden früh verheiratet oder, noch minderjährig, schwanger. Viele geraten in die Armutsprostitution.

In Verbindung mit Schule und Ausbildung hilft das Projekt SOLASA (Ladies Sports Association) die Freizeit dieser Frauen mit Sport zu gestalten. SOLASA organsiert regelmäßige Trainings und Wettkämpfe. Dabei lernen die jungen Fußballerinnen Regeln wie Disziplin und Teamgeist kennen und bekommen Struktur in ihr Leben. Fußballturniere werden auch genutzt, um in den Pausen durch Tanz, Theater und Gedichte Aufklärungsarbeit zu leisten zu den Themen Aids, Verhütung, Menschenhandel, Frauen- und Kinderrecht.

64 Frauenfußballteams entstanden im Laufe der Jahre in Mombasa, Malindi, Eldoret und Kisumu. 80 der Frauen spielen inzwischen in der obersten Liga Kenias, fünf in der Nationalmannschaft. Seit 2010 erhielten 760 Fußballerinnen eine Ausbildung, jährlich nehmen zwei an dem DFB-Trainer*innenlehrgang in der Sportschule des Fußballverbandes Rheinland (FVR) in Koblenz teil. Der Präsident des FVR, Walter Desch, ist ein wichtiger Partner für SOLWODI.

Jetzt ist das Projekt SOLASA Teil eines Gesamtkonzeptes für Frauenfußball in Afrika seitens des Weltfußballverbandes FIFA. Das ist auch eine enorme Aufwertung für die Arbeit von SOLWODI und auch ein Signal dafür, dass der Fußball im Rahmen der Hilfe für Frauen von Not von überragender Bedeutung sein kann. Das FIFA-Projekt läuft auch 2019. Es verbindet Fußball und Gesellschaft miteinander.

33 Jahre nach der Idee von Schwester Lea Ackermann in Afrika hat das Thema „Hilfe für Frauen in Not“ jetzt mit dem Thema Fußball eine neue Dimension erfahren. Und mit der FIFA-Unterstützung höchste Anerkennung.

Fotos: © SOLWODI Kenya

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: FIFA adelt SOLWODI-Fußballprojekt SOLASA in Kenia

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Das System der sexuellen Ausbeutung wirkt zerstörerisch in einer Gesellschaft. Der Kongress stellt international erfolgreiche Lösungsansätze im Kampf gegen Prostitution und Menschenhandel vor:

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