Presseerklärung zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

23.11.2018

„Frauenbild kann sich nur durch Bewusstseinswandel ändern“

SOLWODI fordert stärkere Förderung von Bildung und Aufklärungskampagnen

 

Boppard. SOLWODI begrüßt den Vorstoß von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, künftig Frauenhausplätze aufzustocken und stärker zu fordern. „Gerade als Frauenrechtsorganisation, die neben 18 Beratungsstellen auch sieben Schutzhäuser unterhält, stehen wir jährlich vor diesem Problem. Zumal unsere Fallzahlen aktuell nochmals um 20 Prozent gestiegen sind: Bereits im ersten Halbjahr 2018 wandten sich 1423 Frauen an unsere Beratungsstellen, darunter auch vermehrt Opfer von Menschenhandel und Prostitution“, führt SOLWODI-Vorsitzende Sr. Dr. Lea Ackermann aus.

 

Lea Ackermann: „Ministerin Giffey darf die Ursachen von (häuslicher) Gewalt nicht aus dem Blick verlieren. Das Frauenbild kann sich in einer Gesellschaft nur durch Bewusstseinswandel und kritische Sprachbeobachtung ändern. (Früh)kindliche Bildung und Aufklärungskampagnen müssen stärker gefördert werden. So suggeriert z.B. der Begriff der „Sexarbeiterin“, dass es sich bei Prostitution um einen normalen Beruf handele. Frauen werden hingegen in der Prostitution wie Waren gehandelt, sind Gewalt und Abhängigkeit ausgesetzt.“

 

SOLWODI wird vom 2. bis 5. April 2019 in Mainz das Thema sexuelle Ausbeutung mit einem Weltkongress in den Fokus rücken.

 

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Ruth Müller

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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