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- Solidarity with women in distress! - Solidarität mit Frauen in Not!




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SOLWODI-Fachberatungsstelle in Augsburg

Statistik Erstkontakte

Unsere Facebook-Seite: Make Love not Slavery

siehe auch: http://www.auxgegenmh.de/

 

Kontakte, Beratung und Begleitung 
Auch 2015 konnten wir einen Anstieg der Erstkontakte bei SOLWODI Augsburg verzeichnen. Insgesamt wurden in Augsburg 95 Frauen betreut, wobei sich die Problemhintergründe wie nebenstehend angegeben verteilen. 
Die sprunghaft gestiegene Zahl Asylsuchender ist in unserer Arbeit deutlich bemerkbar. Es sind vor allem die Frauen, die unter der weltweit zunehmenden Gewalt leiden. Sexualisierte Misshandlungen vor, während und nach der Flucht sind neben den vielen schrecklichen Erlebnissen schwere Bürden, die eine intensive und umfassende Betreuung nötig machen. Die Zusammenarbeit mit Flüchtlingsunterkünften, dem Bezirkskrankenhaus und anderen führte zur Erkenntnis, dass Alleinreisende und Alleinerziehende in Sammelunterkünften nicht die Unterstützung erfahren, die sie brauchen, um sich zu stabilisieren und integrieren zu können. In verschiedenen Gremien und bei PolitikerInnen forderten wir wiederholt ein von Männern getrenntes Wohnen und Leben für geflüchtete Frauen. 
Das gute Zusammenwirken engagierter Menschen, die Unterstützung eines Pfarrers, von Tür an Tür e. V. und der Diözese machten ein Wohnhilfeprojekt möglich, das wir Ende des Jahres starten und belegen konnten, das "Haus der Hoffnung", wie es die Betroffenen selbst nannten. Zahllose Gespräche waren voraus gegangen, Beratungen mit Sozialhilfeträgern, der Regierung vom Schwaben, dem Jobcenter, mit dem Vermieter, Kooperationspartnern, mit Versicherungen und Handwerkern. Es bestand Klärungsbedarf bei (ausländer)rechtlichen, finanziellen, versicherungstechnischen und praktischen Fragen. Es mussten Möbel gefunden, Hausausstattung besorgt, eingerichtet und geputzt werden. 
Schön ist die Wohnung geworden, gemütlich und zweckmäßig. Nun können sich hier Frauen, die aufgrund starker Traumatisierung, mangelnder Deutschkenntnisse und praktischer Erfahrungen zu einem selbstständigen Leben noch nicht in der Lage sind, erholen, einen Lebensplan entwickeln und begleitet umsetzen. Ein wachsender Kreis ehrenamtlich Engagierter unterstützte und unterstützt uns dabei kompetent und liebevoll. Ganz herzlichen Dank für diesen großen vielseitigen Einsatz! 
Nach Militärfolter mit schwersten Misshandlungen, gelang der regierungskritischen, afrikanischen Journalistin C. die Flucht nach Deutschland. Wegen extremer Traumatisierungsfolgen musste sie wiederholt im BKH behandelt werden und konnte nicht in eine Asyl-Gemeinschaftsunterkunft entlassen werden. In Kooperation mit SOLWODI waren Ordensschwestern bereit, C. übergangsweise zur Stabilisierung in ihre Gemeinschaft aufzunehmen sowie kompetent und liebevoll zu betreuen. Nun konnte sie ins Haus der Hoffnung wechseln. Es wird ein langer, herausfordernder Weg in die ersehnte Selbständigkeit werden, doch ein hoffnungsvoller – dank ihres starken Willens, ihrer Intelligenz und Vorbildung.  

Öffentlichkeitsarbeit und Vorhaben 
Der Entwurf eines neuen Prostitutionsgesetzes, wofür wir uns seit Jahren zum Schutz der sehr jungen, ausländischen Frauen engagierten, wurde politisch so beschnitten, dass wir diesen Entwurf als völlig unzureichend ablehnen. Vehement fordern wir ein gesellschaftliches Umdenken in Sinne der Menschlichkeit und Menschenwürde. 
Huschke Mau (Mitte 20), eine ehemals im Milieu Tätige, schrieb uns dazu: "Der Begriff "freiwillig" im Zusammenhang mit Prostitution ist absurd. Das, was auf den Zimmern zwischen Freiern und Prostituierten geschieht, ist Gewalt. Freiwilligkeit setzt voraus, dass ich mich zwischen mehr als einer Sache entscheiden kann. Aber ich und alle Prostituierten, die ich kenne, haben keine andere Option mehr gesehen als uns zu prostituieren!" 
Unsere 2013 begonnene SOLWODI-Kampagne "MACH DEN SCHLUSSSTRICH" ist die einzig mögliche Antwort auf die Prostitutionsgewalt an Frauen und das nordische Modell mit Ächtung der Prostitution das einzig mögliche Ziel. 
Mit der Facebookseite "make love not slavery" will SOLWODI Augsburg eine jüngere Zielgruppe über das Thema Prostitution informieren, aufklären und eine Wertediskussion anstoßen. Seit über einem Jahr werden wöchentlich Beiträge gepostet und diskutiert. Inzwischen hat die Seite fast 500 ständige Follower und erreicht über das Liken und Teilen von Beiträgen viele weitere Menschen.  

Mahnwache 
Der Arbeitskreis SOLWODI Augsburg rief mit großem Erfolg zu einer Mahnwache unter dem Motto "Licht in die Nacht" auf. Zahlreiche Passanten schlossen sich an, ein Licht der Solidarität anzuzünden für eine der Frauen, die in Augsburg in der Prostitution tätig sind. So brannten in einer Samstagnacht sechshundert Kerzen in der Innenstadt. Haupt- und Ehrenamtliche klärten die Nachtschwärmer darüber auf, dass von sechshundert Frauen, die in Augsburg in der Prostitution tätig sind, über 90 Prozent aus dem Ausland kommen. Die wenigsten können sich auf Deutsch verständigen, die meisten leiden unter Gewalt, Heimweh und Isolation. Über 100 junge Menschen unterzeichneten die Petition "Stopp Sexkauf", die Prostitution als Gewalt an Frauen und Verletzung ihrer Menschenwürde anprangert. 
Über 90 Mal nahmen SOLWODI-Mitarbeiterinnen öffentliche Termine wahr, z. B. Kooperations-, Aufklärungs- und Planungsgespräche zu Themen wie Prostitution, Frauenhandel, Flüchtlinge und sexualisierte Gewalt. Wir kooperierten mit Polizei, Gerichten, Jobcenter, Ausländerbehörde, Regierung von Schwaben und dem Sozialreferat. Wir sprachen mit Medienvertretern aus Radio, TV und Zeitungen, wir hielten Vorträge und Workshops an Hochschulen und Schulen, wir sprachen mit PolitikerInnen, wurden zu Infoveranstaltungen und in Gottesdienste eingeladen und konnten uns dabei über Interesse, Anteilnahme und Engagement freuen.  

Dank 
Wir danken allen, die uns finanziell mittragen, dem Bayerische Sozialministerium für die Förderung durch das Land Bayern, der Stadt Augsburg und der Diözese. Hervorheben möchten wir das beispielhafte Engagement der Mädchenrealschule Maria Ward in Eichstätt, die die gesamten Jahreseinnahmen an SOLWODI spendeten. Weiter danken wir Einzelpersonen, Gruppierungen, Organisationen für Ihre Geberbereitschaft zugunsten unserer Frauen. Unser Dank geht auch an unsere Ehrenamtlichen, an PolitikerInnen, KooperationspartnerInnen, KollegInnen.

Soni Unterreithmeier, Rita Hieble für SOLWODI Augsburg

 

 

Schießgrabenstr. 2
86150 Augsburg
Tel.: 0821/50 87 62 64
Fax: 0821/15 44 54
augsburg[at]solwodi.de

 

 

 



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