Seit Jahren arbeitet SOLWODI sehr gut mit den Koblenzer Strafverfolgungsbehörden zusammen. Die interdisziplinäre Kooperation wurde langjährig aufgebaut und wird ständig weiterentwickelt. Die Zusammenarbeit findet unter anderem statt bei der Durchführung von Schulungen und regelmäßigem Fachaustausch, zum Beispiel zum ZeugInnenschutz. Leider scheint die gute Vernetzung jetzt gefährdet. Denn es werden Überlegungen verhandelt, nach denen das Oberlandesgericht und die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz mit den Justizinstitutionen in Zweibrücken zusammengelegt werden sollen – aber nicht am größeren Standort Koblenz, sondern in Zweibrücken. Immer wieder werden Institutionen zusammengelegt. Die Arbeitseinheiten sind dann größer und der Anonymisierung wird Vorschub geleistet. Häufig sind die Wege nach einer Fusion weiter und einzelne Verantwortliche müssen ein breiteres Arbeitsspektrum bewältigen. Oft genannte Fusionsgründe sind Einspareffekte, die aber später doch nicht realisierbar sind. Da unsere Kooperation durch eine Ortsverlagerung leiden und aufgrund der Entfernung nicht mehr in dieser Qualität aufrecht erhalten werden könnte, schickten wir eine Stellungnahme an das Ministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz, in der wir unsere Gegenargumente darlegen. Sie finden diese auf unserer Website unter "Politische Stellungnahme". Es liegt uns viel daran, den direkten Draht zur Koblenzer Justitia zu erhalten: schließlich tragen wir mit unserer Arbeit auch zum Erhalt des Rechtsstaats bei.
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