Nun ist die Frauenfußball-WM schon eine Weile her, bei SOLWODI aber ist sie immer noch präsent. Denn unsere Kontaktstelle Ostalb mischte kräftig mit und stellte in Kooperation mit der Stadt Aalen, dem Katholischen Deutschen Frauenbund, den Kirchen und dem Württembergischen Fußballverband ein außergewöhnliches Programm auf die Beine, über das auch viel in der Presse berichtet wurde: Zum Auftakt gab es einen "Fußballgottesdienst" unter dem Motto "Frauen am Ball – für Vielfalt und Integration". Ein Ball als Weltkugel machte seine Runde im großen Kirchenraum, viele Gäste waren überrascht über diesen sportlichen Gottesdienst. An Infoständen sowie im Rahmen unserer Marktplatzaktion gaben wir Einblicke in unser afrikanisches Fußballprojekt SOLASA (SOLWODI Ladies Sports Association).
"Es war uns ein besonderes Anliegen, die Mädchen und Frauen in Kenia in den Blick zu nehmen, die unter Armut, sozialer Ausgrenzung und Elendsprostitution leiden. Das Projekt SOLASA hat uns von Anfang an begeistert. Wir wollten es passend zur Frauenfußball-WM unterstützen", so Dr. Annette Speidel, Co-Leiterin der Kontaktstelle Ostalb, zu ihrer Motivation. Ihrer Beobachtung nach sind die Erfolge des Mädchenfußballs von SOLWODI in Kenia überwältigend: "Wir haben mit eigenen Augen gesehen, wie trostlose junge Frauen und Mädchen dank dieses Projekts seelisch und körperlich aufblühten und neue Hoffnung schöpften. Durch das Fußballspielen entwickelten sie wieder Aktivität, Lebensfreude und Teamgeist. Sie können als selbstbewusste junge Frauen robuster mit Sieg und Niederlage umgehen, wie im richtigen Leben, ihren Weg finden und bessere Bildung erreichen. Damit werden sie endlich mehr Respekt und Anerkennung finden."
Erfolgreich war übrigens auch unsere Spendenaktion. Rund 80 persönliche Anschreiben an ortsansässige Firmen, Geschäfte und FreundInnen sowie unzählige Telefonanrufe mit der Bitte um Unterstützung führten zu einer Kollekte von über 5.000 Euro. "Gleichzeitig haben wir SOLWODI mit seinen vielfältigen Aufgaben und Angeboten für Frauen in Not wieder bekannter gemacht und in das Bewusstsein der Menschen gebracht", freut sich Dr. Speidel.
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