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Knastmauke - Das Schicksal von politischen Häftlingen der DDR nach der deutschen Wiedervereinigung

von Sibylle Plogstedt

Ein Buch für alle, die sich für die deutsche Einheit interessieren und nicht wissen, warum heute ehemalige Funktionäre im Amt sind und nicht diejenigen, die für die deutsche Einheit gekämpft haben. Was ist aus den etwa 200.000 politischen Gefangenen der DDR geworden?

Sibylle Plogstedt hat 25 von ihnen aufgesucht und festgestellt, dass die Helden und Heldinnen von einst heute in Armut leben. In der DDR haben sie Berufsverbot, Haft und psychische Folter in Kauf genommen. Gegenwärtig muss fast die Hälfte von ihnen mit weniger als 1.000 Euro im Monat auskommen, Frauen sogar mit noch weniger. Etwa 13 Prozent der politischen Häftlinge beziehen Hartz IV. Obendrein sind sie belastet durch psychische Traumata bis hin zu Suizidversuchen. Dies zeigt die Essener Studie an 802 Häftlingen. Das Ergebnis der friedlichen Revolution hätten sich die Vorkämpfer der deutschen Einheit anders vorgestellt. Nach 1989 fehlte ihnen die Kraft, ihre Vorstellungen umzusetzen. Plogstedts Fazit: Die Armut der Häftlinge ist eine Traumafolge.

Seiten: ca. 470 • Broschur, Preis Euro (D): 32,90 • SFr: 52,90, ISBN 978-3-8379-2094-9

Buchreihe: Forschung Psychosozial, Erscheinungstermin: September 2010


Buch von Sibylle Plogstedt "Knastmauke"

Buch von Sibylle Plogstedt "Knastmauke"

Artikel Nr. 7 von 9 in: Rundbrief Nr. 85 - September 2010
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