Von Katharina Potthoff
"Ich möchte erreichen, dass wir nicht die Augen verschließen, wenn Mädchen und Frauen misshandelt, missbraucht und gedemütigt werden."
Die vier Mitarbeiterinnen der SOLWODI-Beratungsstelle in Braunschweig erhalten praktische und emotionale Unterstützung von Ehrenamtlichen im Arbeitskreis (AK) Braunschweig und dem wieder gegründeten AK Helmstedt. Neben der Sensibilisierung der Öffentlichkeit und der Arbeit zur eigenen Information über die Themen "Menschenhandel", "Zwangsprostitution" und "Gewalt an Frauen", steht auch die Aufklärung zum Schutze der betroffenen Frauen im Mittelpunkt des ehrenamtlichen Engagements.
"Zu viele Menschen verschließen die Augen, doch sie müssen erfahren, welches Elend vielleicht in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft geschieht. Bei solchen Themen kann frau und auch man(n) nicht einfach zusehen oder gar wegsehen, irgendwas müssen sie tun, auch wenn es nur kleine Schritte sind", findet eine Ehrenamtliche.
Dass nicht nur das Aufzeigen der Dramatik, des Ausmaßes sowie der Folgen des Menschenhandels ein wichtiger Bestandteil der Arbeit ist, sondern auch der humanitäre Ansatz fokussiert wird, macht eine andere deutlich: "Ich möchte den Frauen und ihren Kindern in ihrer schweren Situation helfen. Als die SOLWODI-Mitarbeiterin mich anrief und sagte: ‚Ich habe hier ein Kind, das muss unterrichtet werden‘, wusste ich sofort, da kann ich unterstützen". Ein weiteres wichtiges Anliegen ist auch das Kennenlernen von sogenannten Mitstreitern und Mitstreiterinnen, deren Ziele und Perspektiven vielfältig sind. Immer wieder zeigen sich Wut und Zorn darüber, dass es solche Organisationen wie SOLWODI überhaupt geben muss, sprich: darüber, zu was Menschen überhaupt in der Lage sind. "Bei den Erkenntnissen, die man mit Hilfe der Arbeitskreise sammelt, lernt man wirklich zu schätzen, was man hat", bekennt eine Engagierte. Doch die Treffen helfen auch neue Sichtweisen zu gewinnen. Aus der Hilflosigkeit „Was kann ich tun?“ entsteht die Motivation "Ich will etwas tun!".
Die SOLWODI Arbeitskreise sind offene Kreise, in denen jederzeit neue ehrenamtliche MitarbeiterInnen willkommen sind. Weitere Informationen erhalten Sie in der Beratungsstelle Braunschweig.
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Kulturflohmarkt 2008 |
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