SOLWODI ist ein Verein, der Frauen in Notsituationen hilft. SOLWODI ist Anlaufstelle für ausländische Frauen, die durch Sextourismus, Menschenhandel oder Heiratsvermittlung nach Deutschland gekommen sind. Der Verein ist überparteilich und überkonfessionell. mehr...
Die Integrationsprojekte von SOLWODI werden vom EIF und EFF finanziell gefördert.
Mit Unterstützung der Aktion Mensch war es möglich in Ludwigshafen und Berlin SOLWODI Fachberatungsstellen einzurichten. Seit dem 01.04.2009 fördert Aktion Mensch für einen Zeitraum von drei Jahren das "Projekt Lilja - Aufsuchende Arbeit und Kontaktstelle für Prostituierte in Oberhausen".
Lotto Rheinland-Pfalz unterstützt seit 2007 die Arbeit von SOLWODI.
Die Princess Inaara Foundation unterstützt seit einem Besuch der Begum Inaara Aga Khan im Oktober 2005 die Arbeit von SOLWODI.
Seit 1998 ist diese Website ein Sponsoringprojekt der agentur makz für den Verein SOLWODI.
Seit nunmehr 25 Jahren kämpfen Schwester Lea und ihre MitstreiterInnen für Frauen in Not- und Gewaltsituationen und deren Rechte.
Das Jubiläum wird in diesem Jahr durch Unterstützung von Lotto Rheinland-Pfalz mit zwei großen Festen in Boppard gefeiert (in der Nähe der Zentrale von SOLWODI Deutschland e.V.).
Am 04. Juni 2010 fand zugunsten von SOLWODI, ein Benefizkonzert der Mainzer Hofsänger in der St. Bartholomäus Kirche in Boppard-Hirzenach statt.
Am 08. Oktober 2010 wird es eine Jubiläumsveranstaltung in der Stadthalle in Boppard geben. Über das Jahr verteilt finden bundesweit mehrere kleine Jubiläums-Veranstaltungen in den Beratungsstellen statt. In dem im Herbst 2010 erscheinenden Buch "In Freiheit leben, das war lange nur ein Traum" erzählen mutige, von SOLWODI betreute Frauen, von ihrer Flucht aus Gewalt und moderner Sklaverei.
Weltweit benötigen viele Frauen Hilfe. SOLWODI möchte diesen Frauen helfen. Sie aus der Bedrohung durch ihre Peiniger befreien und ihnen einen Weg in ein neues, unbeschwertes Leben ebnen. SOLWODI bietet den häufig traumatisierten Frauen die Möglichkeit, ihre Geschichte zu erzählen, sicher unterzukommen, sich zu bilden und in Ruhe ein neues Leben fernab von Zwang und Gewalt aufzubauen.
Die SOLWODI Philosophie lautet:
"Wir glauben, dass jeder Mensch das Recht auf ein Leben in Würde und Freiheit, ohne Elend, Unterdrückung und Ausbeutung hat. Wir sind überzeugt, dass in jedem Menschen Begabungen stecken, die es zu entdecken und zu fördern gilt. Unser Ziel ist, ohnmächtige Frauen und Kinder zu ermächtigen. Durch psychosoziale Unterstützung, schulische und berufliche Bildung wollen wir sie dazu befähigen, ihr Potential auszuschöpfen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen."
SOLWODI dankt allen UnterstützerInnen unserer Mission ganz herzlich. Wir freuen uns über weitere Unterstützung Ihrerseits um unsere Ziele weiter verfolgen zu können.
SOLWODI wurde von der katholischen Ordensschwester Dr. Lea Ackermann in Mombasa gegründet und wird noch heute von ihr geleitet. Sr. Lea, die mittlerweile als die "bekannteste Nonne Deutschlands" gilt war 1985 von ihrem Orden, den Missionsschwestern Unserer Lieben Frau von Afrika – kurz Weiße Schwestern, nach Kenia entsandt worden um dort Lehrerinnen auszubilden. Ihr fiel jedoch sofort das Elend auf, welchem die Frauen in der Hafenstadt Mombasa, die als Hochburg für den Sextourismus galt, ausgesetzt waren. Die Frauen, die häufig vom Land stammten und keinerlei Bildung genossen hatten, waren gezwungen sich zu prostituieren um den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien zu verdienen. Um nicht zu verhungern boten sie ihre Körper als Ware an. Nicht umsonst nennen viele Sr. Lea auch "Schwester Courage", denn sie wollte es nicht mit ansehen, wie diese Frauen für ein Stück Brot und einen Schluck Wasser von Männern benutzt wurden. Sie entschloss sich deshalb, auf die Straße zu gehen und mit den Frauen zu sprechen. Auch vor dem sogenannten "Tanu-Tanu-Viertel" schreckte die mutige Ordensfrau nicht zurück. Tanu ist Kisuaheli und bedeutet "fünf". In diesem Viertel schaffen die Prostituierten aus Mombasa bei Einheimischen an. Der Preis: fünf kenianische Schilling für fünf Minuten. Gemeinsam mit den Frauen suchte Sr. Lea nach anderen Möglichkeiten für sie um Geld zu verdienen. Sie schrieb 100 Briefe von Hand an Freunde und Bekannte in Deutschland und bat darin um finanzielle Unterstützung für ihr "Projekt". Der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte und aus dem Projekt wurde bald eine große internationale Hilfsorganisation für Frauen in Not.