SOLWODI e.V.


Veranstaltungsberichte

15 Jahre internationales Schutzhaus in Koblenz

Am 28.10.2009 feierte SOLWODI Koblenz im Pfarrsaal von Herz Jesu sein 15jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass kamen am Morgen viele Unterstützerinnen und Unterstützer, sowie Kooperationspartner zusammen, um dieses Fest gemeinsam zu begehen.

In der Begrüßungsrede blickte die Leiterin der Beratungsstelle und des Schutzhauses SOLWODI Koblenz, Elfriede Jakobi, auf die Arbeit der letzten 15 Jahre zurück. Mehr als 150 Frauen mit ihren Kindern fanden in dieser Zeit Zuflucht und Hilfe im Schutzhaus. Es gab über 1060 Erstkontakte und hierbei sind nicht gerechnet die vielen, vielen telefonischen und persönlichen Beratungsgespräche. Sr. Dr. Lea Ackermann hob in ihrer Festrede die Philosophie SOLWODIs „Die Frauen tapfer machen, damit sie eine Zukunft haben" noch einmal für alle Gäste hervor. Vertreter verschiedener Institutionen betonten in ihren Statements aus ihrer Sicht die Wichtigkeit der Arbeit von SOLWODI Koblenz.

Auch Schülerinnen und Schüler des Johannes Gymnasiums Lahnstein wirkten am Fest durch eine Präsentation zum Thema Zwangsprostitution und Menschenhandel mit. In einer gestellten Talk-Runde präsentierten sie die Ergebnisse ihrer Interviews, die die gängigen Meinungen der Bevölkerung widerspiegelten. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Frau Hentschel (Cello) und Herrn Lindemann (Piano).

Am Nachmittag war die Öffentlichkeit zum Vortrag „Prostitution - Na und? - Die machen DAS doch alle FREIWILLIG" von Frau Hauschildt-Schön (Sprecherin der Marburger Bürgerinitiative gegen Bordelle) eingeladen. Vor dem Pfarrsaal machten überlebensgroße Puppen auf sehr originelle Weise auf die Nachmittagsveranstaltung aufmerksam.

Insgesamt war die Feier eine gelungene Veranstaltung. Unser herzlicher Dank gilt allen Beteiligten.



Jubiläum 15 Jahre internationales Schutzhaus in Koblenz

10 Jahre Beratungsstelle in Braunschweig

Zur Feier des zehnjährigen Bestehens der SOLWODI-Beratungsstelle Braunschweig konnte die Leiterin Schwester Paula Fiebag ein volles Haus im Dominikanerkloster St. Albertus Magnus begrüßen. Zu den Ehrengästen zählte auch die Gründerin von SOLWODI Schwester Dr. Lea Ackermann, die in ihrer Ansprache an das Schicksal von Prostituierten in Kenia erinnerte, wo 1985 die Anfänge von SOLWODI liegen. Für das Bistum Hildesheim sprach Bischof Norbert Trelle den Mitarbeiterinnen von SOLWODI Dank aus: "Sie übersetzen die Botschaft Jesu in unsere Zeit". Die Vernetzung mit den Behörden und der Polizei betonten Dr. Sabine Pfingsten-Würzburg, Leiterin des Städtischen Gesundheitsamtes, und Winfried Kessler von der Polizeiinspektion Braunschweig. Propst Thomas Hofer erinnerte an die gute Zusammenarbeit mit der evangelischen Frauenhilfe und Propst Reinhard Heine freute sich, dass die sehr sensible Arbeit für die Frauen heute im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit stehen könne. Im Rückblick auf 10 Jahre SOLWODI Braunschweig von Schwester Paula Fiebag wurden die bedrückenden Notsituationen der Klientinnen deutlich. Aus 118 Ländern, vor allem Osteuropas, kamen die 687 Klientinnen, mit denen SOLWODI Braunschweig einen Erstkontakt hatte. In einer Schutzwohnung fanden zwischen 2001 und 2009 86 Frauen zum Teil mit ihren Kindern eine vorübergehende Bleibe. Mit einem gemeinsamen Segen von Waltraud Liekefett vom Ökumenischen Forum christlicher Frauen, Schwester Gerhardis Heise und Bischof Norbert Trelle wurde der Festakt abgeschlossen.



Sr. Lea Ackermann, Norbert Trelle, Bischof von Hildesheim, Propst Thomas Hofer, Propst Reinhardt Heine (von links)


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