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Editorial


Liebe Freundinnen und Freunde von SOLWODI,

wie Sie wissen, wollen wir in unserem Rundbrief über unsere Arbeit und die Verbrechen, welche an Frauen und Kindern hier in unserem Lande geschehen, informieren. Gelegentlich rufen wir auch zu politischen Aktionen auf. In letzter Zeit bekamen wir Anrufe von langjährigen Freunden, die diesen Rundbrief abbestellen wollten, weil sie nicht mehr in der Lage sind zu spenden. Ich möchte deshalb ausdrücklich darauf hinweisen, dass unser Rundbrief nach wie vor kostenfrei ist. Es ist für uns ganz wichtig, dass Sie unsere Informationen erhalten und diese dadurch auch in Ihrem Bekanntenkreis weitertragen können.

Sehr viel war ich zu Terminen unterwegs, um über die wichtige Arbeit von SOLWODI zu informieren. Besonders gefreut haben mich zwei Termine: das 10jährige Jubiläum unserer Beratungsstelle in Braunschweig und das 15jährige Jubiläum unseres internationalen Schutzhauses in Koblenz (siehe Seite 4). Wir erleben aber auch Trauriges. Meine langjährige Kollegin, Gründerin und Leiterin von SOLWODI Duisburg, Sr. Leoni Beving, ist schwer erkrankt und musste deshalb den aktiven Dienst beenden. Ich bin ihr sehr dankbar für die langjährige intensive Arbeit in Duisburg. Zum Glück hat Sr. Leoni in Helga Tauch eine gute Nachfolgerin gefunden.

Im Oktober hatten wir Besuch von zwei unserer Fußballerinnen aus Mombasa. Die beiden jungen Frauen wurden auf Initiative des Fußballverbandes Rheinland e.V. zu einem Trainerlehrgang nach Koblenz eingeladen. Die neu erworbenen Fähigkeiten und auch die gespendeten Fußbälle und Trikots können sie nun in unserem kenianischen Fußballprojekt „Shining Friends" einbringen (siehe Seite 2).

Im Juni war eine SOLWODI-Mitarbeiterin zu Besuch in Vietnam und berichtet über eine Frau, die über das Rückkehrprojekt von SOLWODI betreut wird (siehe Seite 2).

Unsere SOLWODI-Mitarbeiterin aus Augsburg berichtet von ihrer Arbeit und zeigt auf, über welche Wege und mit welchen Lügen Frauen dazu gebracht werden, auf dubiose Arbeitsangebote in Deutschland einzugehen. Leider zeigt sich auch hier, welche Schwierigkeiten in der strafrechtlichen Verfolgung solcher Verbrechen bestehen.

Die Adventszeit hat begonnen und Weihnachten steht vor der Tür. Eine Zeit der Besinnung und Ruhe. Oft denke ich, dass es zur Zeit der Geburt Jesu wie heute war. Viele Frauen und Kinder, die in diese Welt kommen, werden nicht akzeptiert. Sie finden keine Herberge. Es muss uns immer darum gehen, dass dieser Zustand der Ungerechtigkeit in der Welt behoben wird. Ich danke allen, die uns 2009 unterstützt haben, sei es durch Spenden oder durch Ihre aktive Hilfe. Ich wünsche Ihnen allen ein frohes Weihnachtsfest und Gottes Segen im Neuen Jahr.

Ihre
Sr. Dr. Lea Ackermann

Artikel Nr. 1 von 7 in: Rundbrief Nr. 82 - Dezember 2009
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