SOLWODI ist ein Verein, der Frauen in Notsituationen hilft. SOLWODI ist Anlaufstelle für ausländische Frauen, die durch Sextourismus, Menschenhandel oder Heiratsvermittlung nach Deutschland gekommen sind. Der Verein ist überparteilich und überkonfessionell. mehr...
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Die Integrationsprojekte von SOLWODI werden vom EIF und EFF finanziell gefördert.
Mit Unterstützung der Aktion Mensch war es möglich in Ludwigshafen und Berlin SOLWODI Fachberatungsstellen einzurichten. Seit dem 01.04.2009 fördert Aktion Mensch für einen Zeitraum von drei Jahren das "Projekt Lilja - Aufsuchende Arbeit und Kontaktstelle für Prostituierte in Oberhausen".
Lotto Rheinland-Pfalz unterstützt seit 2007 die Arbeit von SOLWODI.
Die Princess Inaara Foundation unterstützt seit einem Besuch der Begum Inaara Aga Khan im Oktober 2005 die Arbeit von SOLWODI.
Seit 1998 ist diese Website ein Sponsoringprojekt der agentur makz für den Verein SOLWODI.
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Sr. Dr. Lea Ackermann, Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann, Django Reinhardt und Walter Desch, stellvertretender Vorsitzender der LOTTO-Stiftung und Präsident des Fußballverbandes Rheinland. Foto: Peter Seydel |
Lotto-Stiftung verdoppelte Erlös für SOLWODI
Koblenz, 23.08.09. Am Samstagabend bot das klassizistische Stadttheater in Koblenz dem begeisterten Publikum eine noch nie da gewesene Premiere: Rock und Swing mit Django Reinhardt, Band und Orchester. Veranstalter dieses Benefizkonzerts zugunsten des Koblenzer SOLWODI-Frauenhauses war die LOTTO-Stiftung Rheinland-Pfalz. Am Ende des rund um gelungenen Abends im fast ausverkauften Haus überreichte der stellvertretende Stiftungsvorsitzende Walter Desch der hoch erfreuten SOLWODI-Chefin Sr. Dr. Lea Ackermann einen Scheck über 10.142,- Euro – die LOTTO-Stiftung hatte den Erlös großzügig verdoppelt.
In seiner Begrüßungsansprache bedankte sich Hans-Peter Schössler, Geschätfsführer von LOTTO Rheinland-Pfalz, ausdrücklich beim Koblenzer Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann, der das Stadttheater zur Verfügung gestellt hatte. Er freue sich, sagte Schössler, über einen positiven Nebeneffekt des Benefizkonzerts: "Dadurch ist es uns gelungen, zwei ungewöhnliche Persönlichkeiten zusammen zu bringen: Django Reinhardt, dem die Integration der Sinti und Roma in unsere Gesellschaft ein großes Anliegen ist, und Schwester Lea, die an vorderster Front gegen die Ausbeutung und Entrechtung von Frauen und Kindern kämpft." Die beiden hätten vereinbart, künftig zusammen zu arbeiten. (s. Pressemitteilung vom 19.08.09 auf www.solwodi.de)
In ihrem Grußwort wies Sr. Dr. Lea Ackermann darauf hin, dass Django Reinhardt und SOLWODI gemeinsam jungen Roma-Frauen aus Rumänien und Bulgarien helfen wollen, die sich wegen ihrer Armut in Deutschland unter menschenunwürdigen Bedingungen prostituieren: "Das Elend dieser Frauen wird hier mitten unter uns schonungslos ausgenutzt." Darum sei die SOLWODI-Arbeit für Migrantinnen in Not so wichtig: für Frauen und Mädchen in der Zwangs- und Armutsprostitution, für von Zwangsverheiratung bedrohte oder aus Zwangsehen geflohene Frauen und Mädchen, für Opfer von Gewalt jeglicher Art. "In jedem Einzelfall wenden wir einen ganzheitlichen Ansatz an." Das heiße: psychosoziale Beratung und Betreuung, Vermittlung juristischer und medizinischer Hilfe, Begleitung zu Behörden und Gerichtsprozessen, Vermittlung von schulischer und beruflicher Bildung sowie sichere Unterbringung. Inzwischen unterhalte SOLWODI in Deutschland sieben Schutzwohnungen. Die erste Schutzunterkunft sei das 1994 eröffnete "Internationale Frauenhaus" in Koblenz gewesen, das dank einer Erbschaft erworben werden konnte. In den vergangenen 15 Jahren seien dort 147 Frauen und 47 Kinder untergebracht und betreut worden. Dabei wurde und werde SOLWODI von zahlreichen KoblenzerInnen unterstützt. Schwester Lea: "Viele, die uns helfen, sind heute Abend hier. Ihnen allen sage ich von Herzen "Danke", obwohl mit diesem einfachen Wort nicht ausgedrückt wird, ewas ich wirklich empfinde. So sage ich das uns Ordensfrauen vertraute "Vergelt’s Gott!". Er möge das Gute, das geschieht, vergelten."
Django Reinhardt bedankte sich bei Schwester Lea "für all das Gute, das Sie bisher getan haben und noch tun werden" mit dem "Ave Maria", das er eigens für sie sang. Zuvor hatten er und seine vier Brüder Mike, Moro, Bawo und Sascha die Stimmung im Saal mit traditionellem Sinti-Swing eingeheizt. Dabei begleitete sie virtuos der Geiger Romeo Franz, der oft mit dem legendären Stephane Grapelli verglichen wird. Nicht nur die Reinhardt-Brüder-Band musizierte auf der voll besetzen Bühne – auch Streicher, Bläser und ein Background-Chor. Sie alle brachten mit ihrem bunt gemischten Programm aus Songs von Elvis Presley, Frank Sinatra, Tom Jones u. a. die Wände des klassizistischen Theaters quasi zum Wackeln. Die ZuhörerInnen hielt es kaum auf ihren Sitzen. Wäre Platz dafür gewesen, hätten sie getanzt.
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Django Reinhardt singt für Schwester Lea das "Ave Maria". Foto: Peter Seydel |
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Django Reinhardt und seine Tochter Loraine singen im Duett "Don't cry Daddy". Foto: Peter Seydel |