Von Stefanie Köster
Nach einer langen Vorbereitungszeit hat LILJA, ein Projekt für aufsuchende Arbeit, in Oberhausen in der Blumenthalstr. 72 begonnen. Drei Mitarbeiterinnen beraten deutsche und ausländische Frauen in der Prostitution, denen daran liegt, ihre Lebenssituation zu verbessern. Wir gehen ins nahegelegene Milieu, hören von den Prostituierten, was Not tut. In Oberhausen gibt es seitens der Stadt kein Angebot für die gesundheitliche Versorgung der Prostituierten, obwohl die Stadt sogar eine sog. "Sexsteuer" von den Frauen eintreibt. Wir treffen viele Frauen aus Bulgarien und Rumänien an. Sie sprechen kaum Deutsch. Ein niedrigschwelliger Deutschkurs direkt im Sperrgebiet soll Ansatzpunkt sein, einen besseren Kontakt zu den Frauen zu bekommen.
Die Arbeit von LILJA erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der SOLWODI-Beratungsstelle in Duisburg. Hier werden Erfahrungen ausgetauscht und Ideen weiterentwickelt. Die Gleichstellungsstelle der Stadt Oberhausen hat uns in der Planungsphase beraten und uns Kontakte zu Ämtern und unterstützenden Stellen vermittelt. AKTION MENSCH fördert unsere Arbeit für drei Jahre.
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