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SOLWODI:

- Solidarity with women in distress! - Solidarität mit Frauen in Not!




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SOLWODI ist ein Verein, der Frauen in Notsituationen hilft. SOLWODI ist Anlaufstelle für ausländische Frauen, die durch Sextourismus, Menschenhandel oder Heiratsvermittlung nach Deutschland gekommen sind. Der Verein ist überparteilich und überkonfessionell. mehr...

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Zu den Internetseiten des Bundesamtes für Migration und Flüchlinge.Die Integrationsprojekte von SOLWODI werden vom EIF und EFF finanziell gefördert.

Zu den Internetseiten der Aktion Mensch.Mit Unterstützung der Aktion Mensch war es möglich in Ludwigshafen und Berlin SOLWODI Fachberatungsstellen einzurichten. Seit dem 01.04.2009 fördert Aktion Mensch für einen Zeitraum von drei Jahren das "Projekt Lilja - Aufsuchende Arbeit und Kontaktstelle für Prostituierte in Oberhausen".

Zu den Internetseiten der Lotto Gesellschaft Rheinland-Pfalz.Lotto Rheinland-Pfalz unterstützt seit 2007 die Arbeit von SOLWODI.

Zu den Internetseiten der Princess Inaara FoundationDie Princess Inaara Foundation unterstützt seit einem Besuch der Begum Inaara Aga Khan im Oktober 2005 die Arbeit von SOLWODI.

Zu den Internetseiten der agentur makz.Seit 1998 ist diese Website ein Sponsoringprojekt der agentur makz für den Verein SOLWODI.


Großer Andrang bei Podiumsdiskussion über Prostitution

Im Gutenbergsaal der rheinland-pfälzischen Landesvertretung in Berlin herrschte am 6. Mai großer Andrang. Zur SOLWODI-Podiumsdiskussion über "Prostitution und Menschenrechte" kamen so viele Gäste, dass unentwegt neue Stuhlreihen aufgebaut werden mussten.

Auf dem Podium saßen: Ingrid Fischbach, MdB, Vorsitzende der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und stellvertretende Landesvorsitzende der Frauen-Union NRW; Elke Ferner, MdB, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion und Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF); Prof. Birgit Thoma, Strafrechtlerin und Kriminologin; Kriminaldirektor Klaus Bayerl, Leiter der Kripo in Augsburg; der Journalist Lukas Roegler (s. S. 2) und die SOLWODI-Vorsitzende Sr. Dr. Lea Ackermann. Die TV-Journalistin und Südosteuropa-Expertin Inge Bell moderierte. Auch die CDU-Bundestagsabgeordnete Ute Granold war eingeladen. Sie ist Rechtsanwältin und Expertin für Menschenhandel im Rechtsausschuss und im Ausschuss für Menschenrechte. Leider konnte sie nicht kommen.

Birgit Thoma erinnerte daran: Bereits 1949 sei eine UN-Konvention über die Menschrechtswidrigkeit von Prostitution verabschiedet worden. Deutschland habe sie nie ratifiziert. Mit Ausnahme von Schweden halte sich kaum ein Staat an die Konvention. In Schweden werde Prostitution als Männergewalt gegen Frauen definiert. Darum kriminalisiere ein 1999 in Kraft getretenes, "Frauenfrieden" genanntes Gesetz die Nachfrager. "Damit soll aber vor allem ein Bewusstseinswandel in der Gesellschaft erreicht werden", erklärte Inge Bell. "Wäre der schwedische Weg auch ein möglicher Weg für Deutschland?" fuhr sie an die Politikerinnen gewandt fort.

Die Sozialdemokratin Elke Ferner bezweifelte dies. "Prohibition verändert nichts, auch nicht das Bewusstsein." Eine gesellschaftliche Bewusstseinsveränderung müsse bei dem „sexualisierten Frauenbild" ansetzen, das signalisiere: "Frauen sind allzeit bereit und Menschen zweiter Klasse." Wie sehr sich dieses Frauenbild inzwischen in den Köpfen festgesetzt hat, verdeutlichte Elke Ferner an folgendem Beispiel: "Wenn wir von der ASF oder andere Frauenorganisationen den Deutschen Werberat auf sexistische Werbung aufmerksam machen, wird uns sofort unterstellt, wir wären prüde."

Auch die Christdemokratin Ingrid Fischbach hält nicht viel vom schwedischen Modell: "Es hat die Lage der Prostituierten nicht verbessert." Genauso wenig wie das deutsche Prostitutionsgesetz. „Wir müssen andere Lösungen finden." Der Ausstieg aus der "rostitution sei oberstes Ziel. Darüber hinaus wolle die CDU/CSU-Bundestagsfraktion „alle Formen der Ausbeutung von Prostituierten strafwürdig stellen". Ingrid Fischbach: "Die Forderungen der SOLWODI-Kampagne kann ich unterschreiben."

Sr. Lea Ackermann verhehlte nicht, dass sie den schwedischen Weg favorisiert. Manchmal wünsche sie sich, in Frankreich zu leben, gestand sie. Dort erklärten Menschenrechtsorganisationen wie "Le Nid" und die "Fondation Scelles" schlicht und einfach „Wir setzen uns für ein Europa ohne Prostitution ein!" und erhielten auch noch Beifall dafür: „Davon kann man hier in Deutschland nur träumen."

Ausführlicher Veranstaltungsbericht:

www.solwodi.de "Termin-Rückblicke"

Artikel Nr. 5 von 5 in: Rundbrief Nr. 80 - Juli 2009
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