SOLWODI e.V.


Besuch bei SOLWODI in Kenia: So viel mit so wenig erreicht!

Von Sr. Lea Ackermann

Im November 2008 reiste ich wie jedes Jahr wieder nach Mombasa, um mich vor Ort über die Arbeit von SOLWODI Kenia zu informieren.

Dieses Mal begleiteten mich: Oanh Tran (SOLWODI, Buchhaltung), Monika Weiler-Helbach (SOLWODI, Projektbetreuung), Ingrid Krumm (SOLWODI-Kontaktstelle Ostalb), Dr. Annette Speidel (SOLWODI-Kontaktstelle Ostalb), Dr. Ulrich Speidel (Aalen) und Dr. Franziska Frizen (Boppard). Oanh Tran führte bei SOLWODI (K) ein neues Buchführungsprogramm zum besseren Austausch von Informationen mit SOLWODI in Deutschland ein. Monika Weiler-Helbach sollte die Projekte kennen lernen, um in Deutschland besser die Finanzierungsanträge stellen zu können und um den Stand der Projekte mit den zuständigen SachbearbeiterInnen zu besprechen. Die anderen BegleiterInnen sind aus Interesse an SOLWODI (K) auf eigene Kosten mitgeflogen.

Bei dieser Kenia-Reise war ein besonders umfangsreiches Besuchsprogramm zu bewältigen, deshalb mussten wir uns immer in kleine Gruppen aufteilen. Ein Programmpunkt war die Eröffnung einer neuen Beratungsstelle in Voi und ein anderer die Einweihung des neuen "Drop In Centers" in Maungu, das in einer äußerst armen Gegend liegt.


Kinder im Schutzhaus


Wir besichtigten auch das neue SOLWODI-Schutzhaus in Mombasa. Es handelt sich um ein ehemaliges Kloster. Obwohl die Umbauarbeiten noch nicht abgeschlossen sind und die Finanzierung im November 2008 noch nicht gesichert war, mussten schon 20 Kinder im Alter von 4 bis 15 Jahren aufgenommen werden. Viele dieser sexuell missbrauchten und misshandelten Kinder bedürfen ärztlicher Behandlung. Es hat mich sehr betroffen gemacht, dass wegen des Geldmangels für den Unterhalt der Kinder in der Nachbarschaft gebettelt werden musste. Es fehlte auch das Geld für die Bezahlung der Mitarbeiterinnen; im November 2008 kümmerten sie sich noch unentgeltlich um die Kinder. Doch jetzt geht es aufwärts!
Inzwischen hat das BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit) einen Finanzierungsantrag bewilligt. Folge: Zur Verpflegung der Kinder wird eine Küche eingerichtet, ein Brunnen für sauberes Wasser wird gebohrt, eine Mauer mit Stacheldraht zum Schutz vor Affen wird errichtet, für den Transport der Kinder und die Beförderung von Einkäufen wird ein Fahrzeug angeschafft, zur Abwehr von Insekten werden Netze vor den Fenstern angebracht. Das BMZ beteiligt sich mit 75 % an den Kosten, SOLWODI übernimmt die restlichen 25 %. Für unseren Anteil suchen wir noch Sponsoren.

Erfreulich war ein Besuch bei Emily. Ihre Mutter war eine der ersten Klientinnen von SOLWODI (K). Emily hat keine Berufsausbildung, ist aber unwahrscheinlich fleißig. Sie verkauft nicht nur Secondhand-Kleidung; darüber hinaus baut sie auch noch Gemüse an, aus dem sie Essen zum Verkaufen zubereitet.
Nicht nur Emily – viele der Frauen, die von SOLWODI (K) unterstützt werden, erreichen so viel mit so wenig.



Sr. Lea Ackermann zu Besuch bei Emily

Den ausführlichen Kenia-Reisebericht 2008 können Sie auf unserer Homepage lesen oder ihn für 6,- Euro bestellen: 06741-2232 oder info@solwodi.de .

Artikel Nr. 4 von 8 in: Rundbrief Nr. 79 - April 2009
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