Das Großbordell "Pascha" in Köln rühmt sich, mit seinen 141 Zimmern "Europas größtes Laufhaus" zu sein. Davon waren anscheinend auch die Veranstalter des renommierten Kölner Kulturfestivals "Sommerblut" (16.5.-11.6.) beeindruckt. Sie wollten das "Pascha" nicht nur als Spielstätte und Ausstellungsort nutzen, sondern das Festival sogar in der "abgefahrenen Location" eröffnen, obwohl die Polizei dort minderjährige Zwangsprostituierte aufgriffen hatte. Dank der massiven Proteste, an denen sich auch SOLWODI beteiligte, wurde die Eröffnungsveranstaltung "Wilde Nächte" ins Theaterhaus verlegt. Daraufhin zog sich das "Pascha" ganz von dem Festival zurück.
Die entbrannte Diskussion über "den Versuch, eine Kulturveranstaltung zum Zweck der Normalisierung von Prostitution zu missbrauchen", lässt hoffen. Jedenfalls dürfen wir gespannt sein, ob das Großbordell es auch künftig noch wagen wird, u.a. auf Kölner Taxen mit dem Slogan zu werben: "Pascha sein ist fein!"
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