SOLWODI ist ein Verein, der Frauen in Notsituationen hilft. SOLWODI ist Anlaufstelle für ausländische Frauen, die durch Sextourismus, Menschenhandel oder Heiratsvermittlung nach Deutschland gekommen sind. Der Verein ist überparteilich und überkonfessionell. mehr...
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Die Integrationsprojekte von SOLWODI werden vom EIF und EFF finanziell gefördert.
Mit Unterstützung der Aktion Mensch war es möglich in Ludwigshafen und Berlin SOLWODI Fachberatungsstellen einzurichten. Seit dem 01.04.2009 fördert Aktion Mensch für einen Zeitraum von drei Jahren das "Projekt Lilja - Aufsuchende Arbeit und Kontaktstelle für Prostituierte in Oberhausen".
Lotto Rheinland-Pfalz unterstützt seit 2007 die Arbeit von SOLWODI.
Die Princess Inaara Foundation unterstützt seit einem Besuch der Begum Inaara Aga Khan im Oktober 2005 die Arbeit von SOLWODI.
Seit 1998 ist diese Website ein Sponsoringprojekt der agentur makz für den Verein SOLWODI.
Boppard, 23. März 2007 Am 14. März wurden im Rahmen einer landesweiten Fahndung, an der 750 Beamte von Polizei, Zoll, Steuerfahndung und Stadtverwaltungen beteiligt waren, in 510 Bars und Bordellen 878 Personen überprüft. Das war in der Rheinzeitung vom 15. März zu lesen. SOLWODI war informiert und bereit, Frauen in Schutzwohnungen unterzubringen, damit sie in Sicherheit sind und in Ruhe überlegen können, ob sie Aussagen machen oder lieber in ihre Heimländer zurückkehren, wobei wir ihnen dann geholfen hätten. So jedenfalls sieht es das Kooperationskonzept vor, das zwischen Polizei, Justiz und den Fachberatungsstellen besteht. Rheinland-Pfalz war mit diesem Modell der Zusammenarbeit sogar federführend.
Und wie sieht die Praxis aus? Insgesamt waren offensichtlich zwei Frauen aufgegriffen worden: eine 16-Jährige aus Osteuropa und eine Lateinamerikanerin. Diese Frau – Aufgriffsort: Kaiserslautern – kam aber nicht mit der bereitstehenden Fachberaterin von SOLWODI in Kontakt, sondern wurde sofort in die Abschiebehaft Ingelheim gebracht. Dabei hatte sie eine erste Aussage bei der Polizei, dann beim Richter und kurz vor der Abschiebung nochmals drei Stunden vor der Staatsanwaltschaft gemacht. Bei dieser letzten Befragung im Gefängnis hat sie offenbar alles widerrufen.
Die Frau hatte große Angst. Auch ist das Gefängnis kein Ort, an dem Frauen, die Opfer von Menschenhandel sind, Vertrauen aufbauen können. Aus diesem Grund wurde die Vier-Wochen-Regelung eingeführt (also: eine Abschiebung erst nach frühestens einem Monat), die, wenn sie angewendet wird, sehr erfolgreich ist. Die lang ausgehandelten Kooperationsvereinbarungen sind auf dem Hintergrund der Nacht-und-Nebel-Abschiebung von gestern nichts anderes als Augenwischerei.
Schwester Lea Ackermann: "Nach dieser Erfahrung mit der Frau aus Lateinamerika sehe ich bei allen Stellen, mit denen ich darüber gesprochen habe – Innenminister, Ausländeramt, Polizei, Staatsanwaltschaft – keinen politischen Willen, den Menschenhandel ernsthaft zu bekämpfen. Die Bordelliers, Zuhälter und alle, die vom Geschäft mit Frauen und Kindern profitieren, können heute einen Feiertag einlegen und die Stadt Kaiserslautern zum Sekt einladen."