Rund 500.000 Frauen werden nach Angaben der EU jährlich in Westeuropa zur Prostitution gezwungen (vgl. United Nations Development Programme; 1999). Die Mehrzahl der Frauen stammt aus Osteuropa (vgl. Lagebild des BKA und Aktionsbündnis gegen Frauenhandel: Frauenhandel in Zahlen).
Die Zahlen können nur geschätzt werden, da genaue Zahlen nur in den Fällen existieren, die zur Anzeige kommen und nachgewiesen werden. In Deutschland waren es in 2005 317 abgeschlossene Verfahren mit 642 nachgewiesenen Opfern von Menschenhandel. Die Gewinnabschöpfung von nur 23 Fällen brachte bereits eine Summe von 1.160.000 Euro
(Bundeslagebild Menschenhandel BKA 2005).
Das "Bundeslagebild Menschenhandel 2004" des Bundeskriminalamtes (BKA) geht in Deutschland davon aus, dass durch ein Opfer in der Prostitution jährlich zwischen 35.000 - 100.000 Euro Umsatz erzielt werden.
Die höchsten Profite im Bereich des Menschenhandels werden aus Menschenhandel zum Zweck der Ausbeutung der Arbeitskraft und der sexuellen Ausbeutung gezogen. Weltweit beziffert die ILO die Opfer von Menschenhandel mit 2,4 Millionen und die Profite durch Menschenhandel mit 32 Milliarden Dollar jährlich (vgl. ILO (Internationale Labour Organisation) Zwangsarbeit und Menschenhandel - die Kehrseite der Globalisierung).
Profit wird vor allem mit sexueller Ausbeutung gemacht. So erwirtschaftet eine Zwangsprostituierte laut ILO in einem Industrieland jährlich schätzungsweise durchschnittlich 67.200 US-Dollar.