SOLWODI ist ein Verein, der Frauen in Notsituationen hilft. SOLWODI ist Anlaufstelle für ausländische Frauen, die durch Sextourismus, Menschenhandel oder Heiratsvermittlung nach Deutschland gekommen sind. Der Verein ist überparteilich und überkonfessionell. mehr...
Die Integrationsprojekte von SOLWODI werden vom EIF und EFF finanziell gefördert.
Mit Unterstützung der Aktion Mensch war es möglich in Ludwigshafen und Berlin SOLWODI Fachberatungsstellen einzurichten. Seit dem 01.04.2009 fördert Aktion Mensch für einen Zeitraum von drei Jahren das "Projekt Lilja - Aufsuchende Arbeit und Kontaktstelle für Prostituierte in Oberhausen".
Lotto Rheinland-Pfalz unterstützt seit 2007 die Arbeit von SOLWODI.
Die Princess Inaara Foundation unterstützt seit einem Besuch der Begum Inaara Aga Khan im Oktober 2005 die Arbeit von SOLWODI.
Seit 1998 ist diese Website ein Sponsoringprojekt der agentur makz für den Verein SOLWODI.
Von Christine Grundmann
Unsere Präventionskampagne zur Fußballweltmeisterschaft stieß auf eine erfreulich große Resonanz im In- und Ausland. Die Ergebnisse sind noch nicht komplett ausgewertet, doch hier schon ein erster Überblick.
In der Ukraine verteilten Ordensschwestern unsere Flyer in Schulen, Universitäten und auf Basaren. Auch in der deutschen Botschaft in Kiew lagen sie aus. Unter Federführung des Erzbischofs von Lviv verfasste die ukrainische Bischofskonferenz einen Hirtenbrief zur Zwangsprostitution, auf Grundlage unserer Informationen.
In Polen machten, von uns motiviert, die schlesischen Studentengemeinden Aktionen. In bulgarischen und rumänischen Flughäfen klärten einheimische Nichtregierungsorganisationen (NRO) Flugreisende mit unserem Info-Material auf. In Rumänien druckten NROs zusätzliche Flyer nach unserem Beispiel. In der rumänischen Grenzstadt Temeswar – das so genannte „Sprungbrett in den Westen“ – wurde unsere Präventionskampagne besonders intensiv umgesetzt.
In Deutschland verteilte SOLWODI 100.000 Flyer, 40.000 Aufkleber und 10.000 Plakate. Viele Organisationen und Einzelpersonen halfen uns dabei, auch mit Aktionen und Spenden.
Während der Fußballweltmeisterschaft berichtete nicht nur Radio Vatikan mehrfach über Menschenhandel und Zwangsprostitution. Sr. Lea und ihre Mitarbeiterinnen gaben zahlreiche Interviews für Hörfunk, Fernsehen und Printmedien. Ein von der Journalistin Inge Bell produzierter Video-Spot über unsere Notruf-Hotline wurde von lokalen Sendern in Ludwigshafen ausgestrahlt und auf Großleinwänden in München gezeigt sowie in Dokumentarfilme eingebunden. Die hohe Medienpräsenz brachte unser Anliegen in viele Haushalte und half bei der Bekanntmachung der Notrufnummer, die von Anfang Mai bis Ende Juli bundesweit rund um die Uhr geschaltet war.
Von den 20 Notrufhelferinnen aus Osteuropa, die 2.200 AnruferInnen in sechs Sprachen berieten, sind 16 inzwischen nach Hause zurückgekehrt. Vorher besuchten sie SOLWODI-Beratungsstellen, wo sie Gelegenheit zu Gesprächen mit Menschenhandelsopfern hatten. Über das, was diesen Frauen angetan wurde, waren die Notrufhelferinnen so entsetzt, dass sie versprachen, das Problem in ihren Heimatländern anzugehen. In Polen und der Ukraine wird als Konsequenz derzeit ernsthaft überlegt, Beratungsstellen nach SOLWODI-Vorbild einzurichten. Insofern hatte auch der WM-Notruf präventiven Charakter.
| < Vorheriger | Zur Übersicht | Nächster > |