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Von Anne Fitzgerald
Diese Überlegung stand im Vordergrund als im Dezember 2005 SOLWODI und RENOVABIS sich auf ein gemeinsames Präventionsprojekt im Vorfeld der Fußball Weltmeisterschaften einigten. RENOVABIS, die Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa, sah - wie SOLWODI auch - einen akuten Handlungsbedarf in den typischen Herkunftsländern von Menschenhandelsopfern, um junge Frauen vor dubiosen Jobangeboten in Deutschland zu warnen und die Arbeit der Menschenhändler schwer zu machen.
SOLWODI und Renovabis kontaktierten über 200 Nichtregierungsorganisationen in 20 Ländern um über die Situation des Menschenhandels in Deutschland und die zu erwartende Zunahme an Zwangsprostitution zur WM zu informieren und Unterstützung mit Präventionsmaterialien anzubieten. Die grafische Umsetzung der Informationsmaterialien erfolgte mit Unterstützung der Saar LB und durch die Hochschule der bildenden Künste Saar unter Leitung von Prof. Ivica Maksimovic und der Grafikerin Anne Klenk. Plakate, Flyer und Dateien zur Eigenproduktion wurden in 8 Sprachen auf Anfrage in Polen, Bulgarien, Estland, Rumänien, Moldawien, Ukraine, Russland, Brasilien bereitgestellt.
Viele der Notrufberaterinnen, die von April bis Ende Juli bei uns sind, wollen dazu beitragen, dass auch nach der Fußball-WM Präventionsmaßnahmen in den Herkunftsländern durchgeführt werden. Die zwanzig Frauen, die meisten von ihnen aus den typischen Herkunftsländern der Opfer, wollen als Multiplikatorinnen im eigenen Land agieren. Manche von ihnen haben bereits Überlegungen angestellt, Aktionen zu organisieren oder sogar eine Organisation zu gründen, wenn sie im Sommer wieder zu Hause sind. Einige hatten bisher wenig über Menschenhandel und Zwangsprostitution erfahren und waren sehr betroffen, als sie während der Ausbildung in April mitbekamen, dass Frauen und Mädchen aus dem eigenen Land Opfer von Menschenhändlern und Zuhältern sind. Sie wollten mehr erfahren und sind überzeugt, dass sie nach der Rückkehr ins Heimatland etwas gegen Menschenhandel tun müssen. Wir werden mit ihnen in Kontakt bleiben und im Rahmen unserer Möglichkeiten helfen.
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