SOLWODI e.V.


Editorial


Liebe Freundinnen und Freunde von SOLWODI,

wir zeigen die rote Karte und sagen nein zur Zwangsprostitution. Die Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland soll nicht zum Horrorereignis für Frauen werden, die sich auf lukrative Jobangebote bewerben und dann zur Prostitution gezwungen werden. So gehen Menschenhändler vor. Zusammen mit der Solidaritätsaktion Renovabis haben wir darum in Mittel- und Osteuropa Hilfsorganisationen kontaktiert und ihnen Präventionsmaterialien zur Verfügung gestellt, um junge Frauen und Mädchen im Vorfeld der WM vor Menschenhändlern zu warnen.

In Deutschland helfen wir Frauen, die Opfer von Gewalt und Zwangsprostitution werden. Mit finanzieller Unterstützung des Bundesfrauenministeriums, der Deutschen Telekom und anderer richten wir zur WM einen kostenlosen Notruf vom 1. Mai bis 31. Juli 2006 ein. Unter 08 000 111 777 sind wir rund um die Uhr mehrsprachig für betroffene Frauen und Mädchen da. Diese Nummer in die Öffentlichkeit zu tragen ist nun unser wichtigstes Ziel. Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB), die katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) und die Vereinigung der Ordensoberinnen(VOD) und der Ordensobern (VDO) unterstützen unsere Maßnahmen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Gruppierungen, Einzelpersonen, Gleichstellungsbeauftragte u.v.m. die unsere Flyer und Plakate anfordern und an die Menschen bringen. Allen möchte ich an dieser Stelle ganz herzlich danken.

Auch Ihnen haben wir mit diesem Rundbrief eine Rote Karte mitgeschickt. Geben Sie die Karte an eine Person, die bislang noch nichts von SOLWODI gehört hat, weiter. So können Sie selbst gegen Gewalt an Frauen aktiv werden.

Zwangsprostitution ist Gewalt an Frauen. Außerdem werden wir mit Frauen konfrontiert, die durch Zwangsheirat, durch Beschneidung und in der Ehe Gewalt erfahren. Um diesen Frauen zu helfen sind wir auf die Hilfe anderer angewiesen, die durch Spenden, Aktionen oder Projektunterstützungen die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung stellen. Über die Unterstützung unserer Projekte in Kenia und Ruanda und einen langjährigen Unterstützer für SOLWODI Deutschland berichten wir auch in diesem Rundbrief.

Ihre
Sr. Dr. Lea Ackermann

Artikel Nr. 1 von 8 in: Rundbrief Nr. 67 - April 2006
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