Mit diesem Rundbrief haben wir Ihnen einen Flyer ?Rote Karte bei Zwangsprostitution" mitgeschickt. Wir wollen damit auf die Problematik des Menschenhandels und der Zwangsprostitution während der WM aufmerksam machen und zu Aktionen und Spenden aufrufen. Wir würden uns freuen, wenn auch Sie die rote Karte zeigen und an eine Person weitergeben würden, die bislang noch keinen Kontakt zu SOLWODI hatte.
Sprechen Sie Menschen an, erweitern Sie unseren Bekanntheitsgrad und helfen Sie aktiv mit, das Thema Menschenhandel und Zwangsprostitution ins Gespräch zu bringen und aus dem Dunkel ins Licht zu tragen.
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?Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989/90 und den anschließenden Unruhen und Kriegen auf dem Balkan hat der Frauenhandel aus Osteuropa explosionsartig zugenommen. Verkaufte Osteuropäerinnen lassen mittlerweile ihre Schicksalsgenossinnen aus Afrika, Südamerika und Asien zahlenmäßig weit hinter sich. Auch die Solidaritätsaktion Renovabis sieht sich in der Projektarbeit ? beispielsweise in Rumänien, Moldawien, Bosnien-Herzegowina und der Ukraine ? mit der Problematik von Zwangsprostitution und Frauenhandel konfrontiert. Durch gezielte Präventionsprogramme will Renovabis zur Aufklärung junger Frauen und Mädchen, die in die Fänge von Menschenhändlern zu geraten drohen, beitragen. Deshalb unterstützen wir gerne ? gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen in Osteuropa ? die von SOLWODI initiierte Aufklärungskampagne im Vorfeld der Fußballweltmeisterschaft 2006."
Pater Dietger Demuth, CSsR, Hauptgeschäftsführer von Renovabis
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Deutschland will für fußballbegeisterte Menschen aus aller Welt Gastgeber sein. Es will aber kein Land sein, in das im Rahmen der Fußball-WM Mädchen und Frauen zwangsweise hereingeholt werden, um als Prostituierte zur Verfügung zu stehen! Deshalb gibt es inzwischen ein breites Engagement vieler Frauen und Männer, die lautstark über den Skandal von Zwangsprostitution und Menschenhandel informieren und skrupellose Geschäftemacher anklagen wollen. Wirksam wird dieses Engagement aber nur, wenn sich die unterschiedlichen Initiativen vernetzen, sich gegenseitig unterstützen und gegebenenfalls ergänzen. Der kfd-Bundesverband fordert nicht nur seine eigenen Mitglieder auf, SOLWODI in der direkten Sorge für betroffene Frauen an den WM- Austragungsorten zu unterstützen, sondern er bindet sich als Mitgliedsverband des Deutschen Frauenrats auch in dessen Kampagne ?Abpfiff" ein. Je mehr Öffentlichkeit über den zu befürchtenden Skandal hergestellt wird, desto mehr kann sich Bewusstsein und Handeln ändern.
Magdalena Bogner, Bundesvorsitzende der kfd
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Dem drohenden Anstieg von Zwangsprostitution anlässlich der Fußball-WM in Deutschland wollen wir nicht tatenlos zusehen! Der Katholische Deutsche Frauenbund ist daher auf Bundes-, Landes- und Diözesanebene aktiv geworden, um auf den menschenverachtenden Umgang mit Frauen aufmerksam zumachen. Mit Informationsveranstaltungen und Briefen an die Verantwortlichen in Politik und Sport haben wir auf die Problematik hingewiesen und Lösungen eingefordert. Als Mitglied des Deutschen Frauenrates trägt der Frauenbund die Kampagne ?Abpfiff" mit, die deutlich bessere Rechte für die Opfer mit Zeuginnen-schutzprogrammen, psychosozialen Hilfen und einem Bleiberecht für betroffene Frauen fordert. Der Bayerische Landesverband des KDFB hat in Kooperation mit dem EU-Parlament und der Evangelischen Frauenarbeit in Bayern eine Postkartenaktion gestartet, die auf die SOLWODI Hotline hinweist. Vor Ort setzen sich Frauenbundsfrauen dafür ein, dass bei WM-Organisatoren, Polizei und örtlichen Behörden das Bewusstsein für das Thema geschärft wird. Zwangsprostitution ist eine üble Form organisierter Kriminalität, die wir nicht zulassen dürfen!
Ingrid Fischbach, Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes
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Ordensgemeinschaften von Frauen und Männer sind in allen Kontinenten vertreten und miteinander vernetzt. Sie gehören zu den ersten global players. Viele Ordensgemeinschaften haben in den vergangenen Jahren die Arbeit mit und für Frauen in Not zu ihrer Priorität erklärt. Sie verfügen über Kontakte und Beziehungen zu den Ländern, aus denen viele Opfer des Frauenhandels für die WM 2006 erwartet werden. Sie werden diese Ressourcen einsetzten in den Heimatländern der Frauen und in Deutschland. Ordensgemeinschaften unterstützen die SOLWODI Maßnahmen zur WM finanziell, durch Präventionsmaßnahmen in den Herkunftsländern und mit Beraterinnen am Notruftelefon.
Sr. Cäcilia Höffmann,Generalsekretärin VOD
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