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SOLWODI:

- Solidarity with women in distress! - Solidarität mit Frauen in Not!




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SOLWODI ist ein Verein, der Frauen in Notsituationen hilft. SOLWODI ist Anlaufstelle für ausländische Frauen, die durch Sextourismus, Menschenhandel oder Heiratsvermittlung nach Deutschland gekommen sind. Der Verein ist überparteilich und überkonfessionell. mehr...

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Zu den Internetseiten des Bundesamtes für Migration und Flüchlinge.Die Integrationsprojekte von SOLWODI werden vom EIF und EFF finanziell gefördert.

Zu den Internetseiten der Aktion Mensch.Mit Unterstützung der Aktion Mensch war es möglich in Ludwigshafen und Berlin SOLWODI Fachberatungsstellen einzurichten. Seit dem 01.04.2009 fördert Aktion Mensch für einen Zeitraum von drei Jahren das "Projekt Lilja - Aufsuchende Arbeit und Kontaktstelle für Prostituierte in Oberhausen".

Zu den Internetseiten der Lotto Gesellschaft Rheinland-Pfalz.Lotto Rheinland-Pfalz unterstützt seit 2007 die Arbeit von SOLWODI.

Zu den Internetseiten der Princess Inaara FoundationDie Princess Inaara Foundation unterstützt seit einem Besuch der Begum Inaara Aga Khan im Oktober 2005 die Arbeit von SOLWODI.

Zu den Internetseiten der agentur makz.Seit 1998 ist diese Website ein Sponsoringprojekt der agentur makz für den Verein SOLWODI.


Interview mit dem SOLWODI-Sponsor Roland Schmid

?Deutschland hat keine Spendenkultur"

SOLWODI wird auch von staatlichen und kirchlichen Einrichtungen finanziert, aber überwiegend durch private Spender. Unseren treuesten und spendabelsten ?Sponsor" haben wir nach seinen Beweggründen befragt. Roland Schmid, 49, lebt in Stuttgart.

SOLWODI: Herr Schmid, seit Jahren spenden Sie regelmäßig große Beträge an uns. Warum?

Schmid: 1988 las ich im Rheinischen Merkur einen Artikel über Schwester Lea und ihr Ausstiegsprojekt für Prostituierte in Mombasa. Es stand auch drin, dass Schwester Lea wieder in Deutschland ist und nun auch hier eine Solwodi Beratungsstelle eröffnen will. Die Kirche zahlt das sicher nicht, dachte ich damals. Der Staat bestimmt auch nicht. Entweder hat sie einen reichen Onkel oder ein finanzielles Problem. Da hab? ich beschlossen, dieser Schwester spend? ich mal was. Mehr gibt?s eigentlich nicht dazu zu sagen.

SOLWODI: Doch! Ein Bisschen mehr müssen Sie unseren LeserInnen schon verraten. Was war Ihre Motivation?

Schmid: Ich verdiente gut und hatte mir schon länger vorgenommen, eine soziale Organisation zu unterstützen, die sinnvolle Arbeit leistet. Nicht die Kirche, die ohnehin Kirchensteuern bezieht. Nicht das Rote Kreuz, das auch gut versorgt ist. Eine kleine Organisation sollte es sein. Große geben viel zu viel Geld für Verwaltungs- und Personalkosten aus. Kleine sind effektiver. Mit einem Minimum an finanziellen Mitteln erreichen sie ein Maximum für die Menschen, um die sie sich kümmern. Schwester Lea, mit ihrer Arbeit in Kenia und später auch in Deutschland, ist in dieser Hinsicht vorbildlich. Darum hab? ich mich entschieden ihr mein Geld zu geben.

SOLWODI: Obwohl sie arbeitslos sind, spenden Sie weiter an uns. Wie schaffen Sie das?

Schmid: Genauso wie früher wird es nicht weiter gehen. Aber ich brauch? nicht viel Geld, ich hab? meinen studentischen Lebensstil beibehalten. Eine kleine Wohnung, kein Auto. Das Beste ist, man gewöhnt sich erst gar nicht an Luxus. Mit wenig Geld auszukommen, bedeutet auch Freiheit.

SOLWODI: Wenn alle so dächten wie Sie, hätten wir keine finanziellen Sorgen mehr. Aber leider denken nur wenige so.

Schmid: Deutschland hat sowieso keine Spendenkultur.

SOLWODI: Bei der Tsunami-Katastrophe waren die Deutschen doch Spenden-Weltmeister!

Schmid: Ja, die Deutschen spenden gerne, einmal oder zweimal im Jahr, so 20 bis 50 Euro, vorzugsweise zu Weihnachten. Was ich mit Spendenkultur meine, könnte ich vielleicht mit dem Microsoft-Gründer Bill Gates erklären. Der hat einen Großteil seines Vermögens in eine gemeinnützige Stiftung überführt. Hier in Deutschland steigert das sein Ansehen nicht, es wird behauptet, er wolle Gerichte bei Monopolprozessen gnädig stimmen, und er habe ja ohnehin genug. Dabei hat sich Gates schon, als er noch ein kleiner Krauter war, geschworen, nicht nur eigennützig, sondern auch gemeinnützig zu handeln. Daran hat er sich gehalten, er ist sich treu geblieben.

SOLWODI: Dass die USA eine Spendenkultur haben, könnte daran liegen, dass sie nie ein Sozialstaat waren. Darum gibt es ja so viel Armut im reichsten Land der Welt!

Schmid: Stimmt. Aber das droht uns doch auch hier, und wir sind überhaupt nicht darauf vorbereitet. Wenn dem Sozialstaat das Geld ausgeht, ist der Gemeinsinn der Besitzenden gefordert. Und damit meine ich nicht nur die Superreichen....

SOLWODI: ...sondern auch Arbeitslose wie Sie?

Schmid: Ja! Weil wir alle Teil der Allgemeinheit sind, sollte sie auch allen am Herzen liegen.

 

Artikel Nr. 8 von 8 in: Rundbrief Nr. 67 - April 2006
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