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Liebe Freundinnen und Freunde von SOLWODI,
für uns geht ein hektisches Jahr zu Ende. Die Fußballweltmeisterschaft hat uns extrem gefordert. Das Bundesfamilienministerium, das die wissenschaftliche Begleitung unseres WM-Notrufs für Zwangsprostituierte finanziert hat, behält sich die Veröffentlichung der Auswertung vor. Wir rechnen Ende 2006 damit. Ausführlich können wir also erst im nächsten Rundbrief berichten.
Das darf ich jetzt schon verraten: Es gingen 2.500 Anrufe ein. Leider auch viele „Schweige- und Scherz-Anrufe“. Bei 211 sehr ernst zu nehmenden allerdings konnten wir konkret mit Auskunft, Beratung und Vermittlung in Schutzwohnungen helfen. Dass dies so gut geklappt hat, lag an der gründlichen Ausbildung unserer „Telefonistinnen“, aber auch an der kompetenten Unterstützung durch unsere Fachberaterinnen und an einem engmaschigen Hilfsnetzwerk.
Vom 8. bis 16. Oktober war ich in und um Mombasa unterwegs. Ich fliege einmal im Jahr dorthin, um unsere Beratungsstellen in der kenianischen Küstenregion zu besuchen und mich vor Ort über die Entwicklung von SOLWODI-Kenia zu informieren. Jedes Mal freue ich mich, wenn ich durch die Begegnung mit Frauen, jungen Mädchen und Kindern sehe, wie effektiv unsere Hilfe ist. Auch im Oktober war ich wieder beeindruckt über das große Engagement unserer Mitarbeiterinnen in Kenia. In einem ausführlichen Reisebericht, der telefonisch oder per E-Mail bestellt werden kann und unter www.solwodi.de nachzulesen ist, schreibe ich mehr darüber. Für diesen Rundbrief habe ich einen Teilaspekt herausgegriffen: das Rechtshilfeprojekt.
In meinem letzten Vorwort habe ich geschrieben, dass uns künftig zunehmend Zwangsheirat beschäftigen wird. In diesem Rundbrief widmen wir diesem bedrückenden Thema eine ganze Seite.
Seien Sie versichert, meine lieben Freundinnen und Freunde, trotz aller Probleme und Schwierigkeiten kämpfen wir weiter für ein mitmenschlicheres Miteinander. Wir stehen kurz vor Weihnachten. Es erinnert uns daran, dass wir den Auftrag haben, die Welt heiler zu machen. Darum bemüht sich SOLWODI. Und Sie unterstützen uns dabei. Dafür sage ich Ihnen herzlichen Dank. Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und Gottes Segen im neuen Jahr.
Ihre
Sr. Dr. Lea Ackermann
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