![]() |
Lea Ackermann erzählt ihren ungewöhnlichen Lebensweg. Als Bankkauffrau entscheidet sie sich, Nonne zu werden, um im Auftrag des Missionsordens der "Weißen Schwestern" in Afrika zu arbeiten. Sie beschreibt die Sprachlosigkeit und das Unverständnis ihrer Eltern, Freunde und Kollegen, aber auch Bewunderung und Unterstützung.
Die LeserInnen nimmt sie mit auf ihre Reisen nach Kenia, Ruanda und auf die Philippinen. Sie schildert politisch-geschichtliche Hintergründe und gibt geographische Einblicke in die Schönheit von Natur und Tierwelt. Sehr plastisch beschreibt sie die Mühen ihrer Arbeit: unwegsame Straßen, Fahrten, eingepfercht auf der Ladefläche eines Lastwagens, die Gefahren einer Streetworkerin in den Elendsvierteln Mombasas und ihren Kampf mit Behörden und Polizei.
Die LeserInnen werden mit Einzelporträts entrechteter Frauen konfrontiert, die über Lea Ackermann versuchen, Prostitution und Menschenhandel zu entkommen. 1985 gründete die Ordensfrau in Kenia das Hilfswerk "Solwodi", das sich für die Rechte der durch Prostitution ausgebeuteten Frauen einsetzt und inzwischen zu einem internationalen Netzwerk geworden ist. Das Buch ist neben Reportage und Reisebericht zugleich Anklageschrift und Aufruf zum Kampf gegen den Menschenhandel.
Katharina Nast
in "Christ in der Gegenwart"
| < Vorheriger | Zur Übersicht |