Unter dem Titel "Effektivierung der Strafverfolgung in Menschenhandelsverfahren durch Kooperation mit Fachberatungsstellen" fand am 28. September 2005 die erste von zwei Schulungen statt, die SOLWODI zusammen mit der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz organisiert. Ziel der Veranstaltungen ist es, MitarbeiterInnen der rheinland-pfälzischen Justiz ein Verständnis dafür zu vermitteln, wie Frauen zu Opfer von Menschenhändlern werden, wie sich eine Traumatisierung auf die Zeugenaussagen auswirkt und welche Rolle die Beratungsstellen bei der Begleitung von Opferzeuginnen spielt.
An der Schulung nahmen dreizehn RichterInnen und sieben StaatsanwältInnen teil. Ein Schulungsraum wurde vom Oberlandesgericht kostenlos zur Verfügung gestellt. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Herrn Oberstaatsanwalt Kruse, der seitens der Generalstaatsanwaltschaft die Schulung konzipierte.
Den ersten Beitrag hielt die SOLWODI Leiterin aus Ludwigshafen, Frau Eva Schaab, die über "Opferbezogene Delikthintergründe" referierte. Die Psychiaterin Frau Heike Gerhardt hielt anschließend einen Vortrag über Traumatisierung. Am Nachmittag stellte Herr Ulrich Schaefer vom Zeugenschutz gemeinsam mit Frau Eva Schaab die Zusammenarbeit zwischen dem Zeugenschutz und den Fachberatungsstellen vor.
Die Pausen wurden von den TeilnehmerInnen genutzt, um Gedanken unter den verschiedenen Berufsgruppen auszutauschen. Die berufsbedingt unterschiedlichen Sichtweisen konnten diskutiert und so ein gegenseitiges Verständnis für die Arbeit des Gegenübers gefördert werden. Insgesamt wurde die Schulung von den TeilnehmerInnen positiv bewertet.
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