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Liebe Freundinnen und Freunde von SOLWODI,
1000 Frauen aus über 150 Ländern gemeinsam für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen, war die Idee der Schweizer Parlamentarierin Ruth-Gaby Vermot-Mangold. Die 1000 Frauen wurden stellvertretend für Hunderttausende ausgewählt, die sich weltweit für Frieden und Gerechtigkeit engagieren. Ich war als eine von 15 Frauen aus Deutschland dabei. In diesem Jahr haben wir den Friedensnobelpreis nicht bekommen ? Sie haben es in der Zeitung gelesen. Trotzdem hat meine Nominierung geholfen, die Arbeit von SOLWODI bekannter zu machen.
Das ist auch bitternötig, denn es scheint, dass sich der Menschenhandel in Deutschland 2006 noch durch die Fußballweltmeisterschaft verschärfen wird. Es sollen 40.000 Frauen und Kinder zusätzlich zur Prostitution bereitgestellt werden. Und manche Städte rüsten mit "Verrichtungsboxen" und neuen Großbordellen auf. Auch die Kommunen, deren Kassen leer sind, wollen von dem wichtigsten Wert, den wir noch kennen, von dem Geld, profitieren ? egal durch was es verdient wird.
Wie es kommt, dass bei uns vor allem Frauen und Kinder aus den ärmeren und ärmsten Ländern im Osten vermarktet werden, konnte ich auf einer Reise durch Moldawien sehen, die mich sehr betroffen gemacht hat.
Riesig gefreut haben wir uns über einen Besuch der Prinzessin Gabriele Inaara Begum Aga Khan, die uns mit ihrer "Princess Inaara Foundation" unterstützt hat und uns auch in der Zukunft unterstützen möchte.
Auf einer Schulung für Staatsanwälte und Richter fanden wir ebenfalls großen Zuspruch, auch darüber berichten wir in diesem Rundbrief.
Dieses Vorwort schließe ich mit einem herzlichen Dankeschön an Sie, liebe Freundinnen und Freunde: die alten und die vielen neuen, die wir in unserem Jubiläumsjahr 2005 gewonnen haben, das sich nun dem Ende zuneigt. Ich wünsche Ihnen ein fried-volles Weihnachtsfest und Gottes Segen im Jahr 2006.
Ihre
Sr. Dr. Lea Ackermann
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