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SOLWODI:

- Solidarity with women in distress! - Solidarität mit Frauen in Not!




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SOLWODI ist ein Verein, der Frauen in Notsituationen hilft. SOLWODI ist Anlaufstelle für ausländische Frauen, die durch Sextourismus, Menschenhandel oder Heiratsvermittlung nach Deutschland gekommen sind. Der Verein ist überparteilich und überkonfessionell. mehr...

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Zu den Internetseiten des Bundesamtes für Migration und Flüchlinge.Die Integrationsprojekte von SOLWODI werden vom EIF und EFF finanziell gefördert.

Zu den Internetseiten der Aktion Mensch.Mit Unterstützung der Aktion Mensch war es möglich in Ludwigshafen und Berlin SOLWODI Fachberatungsstellen einzurichten. Seit dem 01.04.2009 fördert Aktion Mensch für einen Zeitraum von drei Jahren das "Projekt Lilja - Aufsuchende Arbeit und Kontaktstelle für Prostituierte in Oberhausen".

Zu den Internetseiten der Lotto Gesellschaft Rheinland-Pfalz.Lotto Rheinland-Pfalz unterstützt seit 2007 die Arbeit von SOLWODI.

Zu den Internetseiten der Princess Inaara FoundationDie Princess Inaara Foundation unterstützt seit einem Besuch der Begum Inaara Aga Khan im Oktober 2005 die Arbeit von SOLWODI.

Zu den Internetseiten der agentur makz.Seit 1998 ist diese Website ein Sponsoringprojekt der agentur makz für den Verein SOLWODI.


Presseerklärung vom 08.03.2005

Frauenhandel ist ein Verbrechen - aber niemand schaut hin!

SOLWODI zum 8. März, dem internationalen Frauentag.

Eine "Haupteinnahmequelle" der Organisierten Kriminalität (OK) sei weltweit neben dem Waffen- und Drogenhandel der Menschenhandel, "von dem fast ausschließlich Frauen und Kinder betroffen sind", beklagte jüngst erst wieder der UN-Ausschuß für Frauenrechte. Das ist nicht neu. Wir von SOLWODI, eine Hilfsorganisation für Migrantinnen in Notsituationen, weisen seit Jahren immer wieder darauf hin. Neu für uns ist, dass - nach einer kurzen Phase der Sensibilisierung für das "Verbrechen Frauenhandel" - es von den Strafverfolgungsbehörden kaum noch geahndet wird. Nicht nur, weil der Schwerpunkt der Verbrechensbekämpfung in Deutschland seit dem 11. September 2001 auf Islamismus und Terrorismus liegt. Unsere Arbeit für Frauenhandelsopfer wird vor allem durch das am 1. Januar 2002 in Kraft getretene Prostitutionsgesetz (ProstG) erschwert.

Das theoretische Anliegen war es, die Diskriminierung von Prostituierten zu beseitigen. Und was ist daraus in der Praxis geworden? Die bei den Sozialversicherungsträgern gemeldeten Prostituierten lassen sich an den Fingern einer Hand abzählen. Frauen hat das ProstG überhaupt nichts gebracht, dafür um so mehr Männern: Menschenhändlern, Zuhältern und - Freiern. Das moniert nicht nur SOLWODI, das monierte auch der Spiegel in seiner Ausgabe 6/2005. Da nun die Prostitution als ein Beruf wie jeder andere angesehen wird, fehlt der Polizei oft die Handhabe für Razzien im Rotlichtmilieu - meist die einzige Chance, Frauenhandelsopfer, die als Zwangsprostituierte "anschaffen" müssen, zu befreien. Früher wurden sie danach oft an eine unserer Beratungsstellen übergeben und in einer unserer Schutzwohnungen untergebracht. Wo wir die häufig sehr jungen und durchweg schwer traumatisierten Frauen psychologisch betreuen und juristisch begleiten, damit sie als Opferzeuginnen gegen die Täter aussagen. Was immer seltener geschieht, seit das ProstG in Kraft ist.

Hinzu kommt, dass nach der EU-Osterweiterung die Polizei, wenn sie denn eine Razzia im Rotlichtmilieu macht, dort zunehmend Frauen aus den neuen EU-Ländern mit gültigen Papieren antrifft. Folge: Es ist schwer festzustellen, ob sie sich freiwillig prostituieren oder Zwangsprostituierte sind, weil die Polizei keine Handhabe mehr hat, sie mitzunehmen und zu vernehmen.

Darum fordert SOLWODI am Internationalen Frauentag 2005: Konsequente Unterstützung der Opfer und rigorose Verfolgung der Täter! Denn: Frauenhandel ist kein Kavaliersdelikt - Frauenhandel ist ein schweres Verbrechen. Aber niemand schaut hin. Zumindest keiner von denen, die es als Verbrechen ahnden könnten.

Boppard, den 08.03.2005
Sr. Dr. Lea Ackermann
1. Vorsitzende SOLWODI e.V. Deutschland

Weitere Hinweise

Mehr zum Thema finden Sie auf unseren Webseiten: Unter anderem eine Stellungnahme zur sogenannten "Visa-Affäre" von der SOLWODI-Gründerin Schwester Dr. Lea Ackermann und ein rechtspolitischer Kommentar zum Prostitutionsgesetz des Strafrechtsprofessors Joachim Renzikowski und dessen Folgen für die Ahndung des Menschenhandels.



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