Zum 20jährigen Jubiläum von SOLWODI hat der Arbeitskreis Ordensfrauen gegen Frauenhandel zusammen mit SOLWODI Duisburg eine fünftägige internationale Fachtagung im April in Grefrath- Mülhausen ausgerichtet. Beratungsstellen aus Rumänien, Litauen, Polen, Moldawien und Deutschland stellten ihre Arbeit vor.
Im Mittelpunkt standen der Erfahrungsaustausch und Überlegungen zu einer effektiveren grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in den Bereichen Prävention und Rückkehrhilfe. Der leitende Direktor des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen brachte Probleme und Erfolge der grenzüberschreitenden Verbrechensbekämpfung ins Gespräch. "Deutschland ist Ziel und Transitland des Menschenhandels", sagte er. "Die Delikte des Menschenhandels erfordern eine Priorisierung und die Zusammenarbeit von Strafverfolgung und Opferbetreuung." Beim Empfang im Duisburger Rathaus würdigte Bürgermeisterin Monika Busse die Arbeit von SOLWODI: "Frauen, die in unserem Land Opfer von Menschenhandel werden, erfahren bei SOLWODI Hilfe und Anwaltschaft. SOLWODI ist eine nicht mehr wegzudenkende Fachberatungsstelle. Sie ist eine Hilfe gegen Gegner, die perfekt organisiert sind. Um wirksam gegen den Frauenhandel vorgehen zu können ist ein gemeinsames, grenzüberschreitendes Handeln notwendig".
Am Ende der Fachtagung standen Forderungen an die Politik und Wirtschaft, bessere Rahmenbedingungen zu schaffen. Von der verstärkten grenzüberschreitenden Vernetzung versprechen sich die Fachberatungsstellen Verbesserungen in der Prävention und der Rückkehrhilfe.
Die Dokumentation zur Fachtagung kann über die SOLWODI Fachberatungsstelle Duisburg, Postfach 101150, 47011 Duisburg bezogen werden.
von Sr. Leoni Beving
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